schlossen auf, mit Blaesern und Streichmusik. Sie spielenaus der “Verkauften Braut ”. Halten vor Pavel und Lyda,die aneinander lehnen. Helle Straeusse schmuecken diedunklen Kittel der Arbeiter.
Ein Bergarbeiter, setzt sein Instrument ab, ueberreichtseine Blumen der Braut: “Slecna Lyda! Sie bekommen denschoensten Mann von Lidice .”
Ein anderer: “Den besten!”
Pavel: “Das wusst’ ich wirklich nicht.”
Lyda: “Ich hab’ es immer gewusst. Auch gestern warer gleich zur Stelle, als einem von Euch ein Unglueckgeschah.“
Ein Arbeiter: “Um 12 Uhr 50. Der Kumpel ist vomHerrn Pavel kunstgerecht verbunden, dass man eine Freu-de hat.”
Eine Frau: “Seien wir in der Zeit-genau! Von 12 Uhr10 bis 40 war der Pavel in meiner Huette; nahm meinerSchwlester den Blutdruck und pumpte ihr den Magen aus.“
Der Arbeiter: "Nun? 10 Minuten bis zum Schacht,macht es 12,50. Alles richtig.”
Pavel, heimlich zu Lyda: “Nur dass ich im Omnibusnach Prag sass.”
Lyda: "Eben nicht.“
Pavel: “Doktor Holar wird sagen, ich habe das Ge-setz verletzt."
Doktor Holar: “Das erste, was ich hoere.”
Pavel: “Weil ein unabsolvierter Student nicht prakti-zieren darf.”
Doktor Holar: “Ich verantworte es, Kollege. Bei denungewoehnlichen, wenngleich erhebenden Zeiten und demleider unersetzlichen Abgang an Aerzten.”
Ein Zuhoerer: "Abgang ins Lager.”
Doktor Holar: “Mit toedlichem Verlauf.”
Eine Schar Kinder draengt sich vor. Die Maedchen
118