Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
119
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tragen Kraenze in den blonden Haaren, den Knaben sinddie Kappen mit Zweigen besteckt.

Die Kinder, durcheinander:Slecna Lyda! Pan Pavel 1Schoenen Dank fuer den Gaensebraten und das Fange-spiel. Ihr seid mit uns um die Baeume gelaufen, so einBrautpaar loben wir uns!

Pavel:Wie viel wars noch auf der Uhr?

Lyda:Komische Frage. Nach dem Gaensebraten Wal-es ."

Ein Knabe, mit dem unschuldigsten Gesicht:3 Uhr50 war es geworden. Nach den anderen Kindern ge-wendet:Ist das wahr?

Alle Kinder, im Takt:3 Uhr 50. 3 Uhr 50.

Ein suesses kleines Maedchen:Ich hab ein StueckNussbeugerl im Maul gehabt, wie der Pavel mich erwischte!

Pavel:So war das. Ich fing das Maederl, derweil esnoch kaute. Lyda ins Ohr: "Wer hat es ihnen einge-lernt?

Lyda:Der Herr Kaplan. Gestern hielt er uns dieschoene Rede.

Pavel, die Augen niedergeschlagen, tritt vor den Kaplanhin, spricht laut fuer Alle: "Ehrwuerden! Das ist fuer unsGruben- und Bauernvolk eine hohe Auszeichnung, dassSie auch heute wieder da sind.

Der Kaplan, jung, verlegen, aber entschlossen sich zuueberwinden:Lieber Ondracek, auch ich bin ein tsche-chischer Bergmannsohn, und waer ich es nicht, verpflich-tet doch mein Amt mich, alles mit meinem Naechsten zuteilen, gestern die Gnade des Himmels, heute- Leise:Die Gefahr.

Pavel:Was Ehrwuerden zu uns gesprochen haben-!Er zeigt nach dem Wald:In der Kapelle dort, werd ichnie vergessen.