Jaroslav: “Du, Gevatter, machst ein ernstes Gesicht.Was gibt es?”
Der Amtsvorsteher: “Nichts. Noch nicht. Sie sind dreiMeilen von hier.”
Jaroslav: “Ich freue mich geradezu auf ihren Besuch.Sollen diese Schwarzen einmal sehen, was eine tschechi-sche Verlobung ist!”
Der Amtsvorsteher: “Ganze zwei Tage und Naechtegetäfelt und getanzt, so gestern wie heute. Ich bezeug’es.”
Jaroslav: “Die Leute im Dorf?”
Der Amtsvorsteher: “Keiner, der nicht auch daraufschwoert. Bis zu dem Trottel, der die Schweine huetet.”
Jaroslav: “Und kein Wort wahr! Gestern hat hier dasVieh geweidet. Wir beide gingen abwechselnd in das Wirts-haus und holten die unterirdischen Nachrichten aus Prag .”
Der Amtsvorsteher: “Lidice ist stolz auf deinen Pa-vel. Dass nur Lidice seinen Stolz nicht buessen muss! '
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Die Glaeser stehen noch immer bis an den Rand ge-fuellt. Die Gesellschaft hat gegessen, aber nur Wasser ge-trunken. Das Musikkorps der Bergarbeiter stellt sich aufund spielt Taenze aus der “Verkauften Braut .” Die Kin-der vorn, die Maedchen und Burschen hinter ihnen, fueh-ren artige Figuren auf. Puenktlich setzt auch ihr Chorge-sang ein.
Die aelteren Leute haben sich an einem Tisch um dasBrautpaar gruppiert. Pavel, Lyda und die Anderen ver-halten sich, als ob sie ein Bild stellten.
Doktor Holar: "Beim Theater, sagt meine Tochter,
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