Pavel gruesst. Seine rechte Hand ist immer noch vonder Waffe beansprucht. Seine linke sinkt langsam bis zurHoehe des Blumentopf’schen Ohres, auf dessen Gehoer-gang sein Bleistift zielt.
Geheimrat Blumentopf, seufzt einmal auf. VersagendeStimme: “Es gibt nur einen.”
Er sitzt aufrecht angelehnt, die Augen offen und starr,der Mund, als ob er sprechen wollte.
Pavel: “Sie sind auf dem Wege der Besserung, Ge-heimrat Blumentopf. Hoeren Sie nicht? Eine leichte Stoe-rung — schon vorbei, bis ich wieder unten bin.”
Der Wagen haelt, die Ordonnanz oeffnet.
Pavel: “Geheimrat Blumentopf beaufsichtigt von hieraus die Strasse. Sie haften mit Ihrem Kopf dafuer, dassniemand ihn anspricht.”
Die Ordonnanz: “Zu Befehl, Excellenz.”
Pavel: “Sie decken mit Ihrer Kehrseite den Wagen-schlag.”
Die Ordonnanz: "Melde gehorsamst, dann sieht ernichts.
Pavel, drohend: “Sie sieht er.”
Die Ordonnanz erschrocken: “Zu Befehl.”
Pavel stelzt nach dem Haus, wo Professor Napil wohnt.Mehrere Geheime, die darueber wachen, tun als bemerk-ten Sie den Protektor nicht. Auch Pavel scheint sie nichtzu beachten.
Gegen das offene Haustor spricht er: “Die Verhaftungnehme ich persoenlich vor. Ich will kein Aufsehen. DieKontrolle wird eingestellt- auch hinten.”
Er tritt ein.
Die Geheimen, untereinander, mit Blinzeln, aber ehr-fuerchtig: “Er kennt das Durchhaus wie ein alter Prager.”
Einer: “Bringen wir ihnen drueben wirklich den Be-fehl?”
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