Sie werden heute abend auf das Land gefuehrt und er-warten Ihren Zug, er faehrt morgen, man begleitet Sie.”
Professor Napil: “Wenn ich dir danken wollte....”
Pavel: “Wuerde ich antworten, dass ich die erbarmungs-lose Logik der Dinge keineswegs durchbreche, weil ichausser der Reihe wie ein Mensch handele.”
Professor Napil: “Nackt sich der Ungeheuer erweh-ren, dieses unser bestaendiges Leben und ganzer Beruf ge-ben sogar dem fluechtigsten Entschluss, Mensch zu sein,das Ansehen eines freien Verdienstes. Sei bedankt!"
Pavel: “Ihr niedrigster Schueler dankt Ihnen, wennSie ihn nicht ganz verwerfen. Als Mediziner erlernte ichvom Menschen einen Teil, mir scheint, den leichteren. Ichhoerte aber Ihre Philosophie des anderen Teiles. Mit We-sen, vielfaeltig wie ihr Schoepfer, von ihrer Schoepfungbestimmt wie er von seiner, und auch unsichtbar im Grun-de — hab’ ich es aufgenommen.”
Professor Napil: “Hattest es aber von dem Lehrer,der dich wissend machte. Wieviel Unheil oder Heil duKnabe jetzt verbreitest, den Antrieb messe ich mir bei.Jetzt lernen wir beide ein Kapitel- ueber die Verteilungder Schuld.”
Pavel, besinnt sich: “Ich bin kein Student mehr.”
Professor Napil: “Sondern?”
Pavel, Stimme des Protektors: “Professor Napil, ichverhafte Sie.”
Professor Napil: “Excellenz verspaeten sich. Ich binverhaftet.”
Pavel: Hoechst persoenlich nehme ich Sie in Gewahr-sam. Sie buergen mir dafuer, dass dieses Volk die Aus-brueche seines Wahnsinns zurueckstellt.”
Professor Napil: “Ich verstehe. Sie benutzen mich alsGeisel.”
Pavel, oeffnet die Tuer. “Kommen Sie!”
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