Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Sie werden heute abend auf das Land gefuehrt und er-warten Ihren Zug, er faehrt morgen, man begleitet Sie.

Professor Napil:Wenn ich dir danken wollte....

Pavel:Wuerde ich antworten, dass ich die erbarmungs-lose Logik der Dinge keineswegs durchbreche, weil ichausser der Reihe wie ein Mensch handele.

Professor Napil:Nackt sich der Ungeheuer erweh-ren, dieses unser bestaendiges Leben und ganzer Beruf ge-ben sogar dem fluechtigsten Entschluss, Mensch zu sein,das Ansehen eines freien Verdienstes. Sei bedankt!"

Pavel:Ihr niedrigster Schueler dankt Ihnen, wennSie ihn nicht ganz verwerfen. Als Mediziner erlernte ichvom Menschen einen Teil, mir scheint, den leichteren. Ichhoerte aber Ihre Philosophie des anderen Teiles. Mit We-sen, vielfaeltig wie ihr Schoepfer, von ihrer Schoepfungbestimmt wie er von seiner, und auch unsichtbar im Grun-de hab ich es aufgenommen.

Professor Napil:Hattest es aber von dem Lehrer,der dich wissend machte. Wieviel Unheil oder Heil duKnabe jetzt verbreitest, den Antrieb messe ich mir bei.Jetzt lernen wir beide ein Kapitel- ueber die Verteilungder Schuld.

Pavel, besinnt sich:Ich bin kein Student mehr.

Professor Napil:Sondern?

Pavel, Stimme des Protektors:Professor Napil, ichverhafte Sie.

Professor Napil:Excellenz verspaeten sich. Ich binverhaftet.

Pavel: Hoechst persoenlich nehme ich Sie in Gewahr-sam. Sie buergen mir dafuer, dass dieses Volk die Aus-brueche seines Wahnsinns zurueckstellt.

Professor Napil:Ich verstehe. Sie benutzen mich alsGeisel.

Pavel, oeffnet die Tuer.Kommen Sie!

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