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Lidice : Roman
Entstehung
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Pavel: “Sturmbannfuehrer Jellinek, Sie gehoeren in dieKlasse der denkenden Offiziere.”

Der Sturmbannfuehrer: “Zu Befehl. Wenn Excellenz er-lauben, wer mir zunickt, das seh’ ich immer."

Pavel: “Wirklich?”

Der Sturmbannfuehrer: "Besonders die Damen.”

Pavel: “Sehr gut. Wuerden Sie scharf beobachten koen-nen, ob mein Kammerdiener Ihnen zunickt?”

Der Sturmbannfuehrer: “Mit hundertprozentiger Ga-rantie.”

Pavel: “Sie fragen nicht, das gefaellt mir.”

Der Sturmbannfuehrer: “Der deutsche Soldat fragtnicht.“

Pavel: “Ich wuensche Sie aufzuklaeren.”

Der Sturmbannfuehrer: “Befehl, Excellenz.”

Pavel: “Sie kehren auf Ihren Posten im Burghof zu-rueck. Die Wache tritt ins Gewehr. Aufgestellt ist einMaschinengewehr und die Musik.”

Der Sturmbannfuehrer: “Maschinengewehr und Musik,Befehl, Excellenz.”

Pavel: “Die drei Herren, die soeben fortgingen, hal-ten sich im Burghof auf.”

Der Sturmbannfuehrer: “Die Hochverraeter! Wehe dem,der sich druecken will, ich hole ihn mit Einsatz milltaeri-scher Gewalt.”

Pavel: “Unnuetz. Die Herren interessieren mich nur,insofern sie von selbst dabei sind. Verstanden?”

Der Sturmbannfuehrer, innig bemueht: “Das Maschinen-gewehr, die Musik, ein Oberst, zwei Geheimraete, werfehlt, der fehlt, Befehl, Excellenz.”

Pavel: “Keiner wird fehlen. Jetzt aeusserst scharf nach-denken. Sturmbannfuehrer Jellinek!”

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