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Lidice : Roman
Entstehung
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Der Sturmbannfuehrer: “Melde gehorsamst, dass mirvor Anstrengung mein rheinisches Blut zu Kopt steigt. DasLeben fuer den Protektor!”

Pavel: “Aus dem Portal dort unten wird mein Kam-merdiener hervortreten. Mit seiner Livree kann er IhremScharfblick nicht entgehen.”

Der Sturmbannfuehrer: “Zu Befehl, ich bin Kostuem-zeichner, mehr Damenmoden, die Gesichter geraten immerkonventionell.”

Pavel: “Seines ist auch nur konventionell, aber' dieLivree.”

Der Sturmbannfuehrer: “Vornehm, ich haette sie ent-warfen koennen."

Pavel: “Der Kammerdiener wird einen zweiten Mannmitbringen. Auf ihn kommt nicht viel an.”

Der Sturmbannfuehrer: “Zweiter Mann unwichtig, Be-fehl, Excellenz.”

Pavel: “Nur das Eine, der Mann muss ohne jede Stoe-rung seiner Wege gehen.”

Der Sturmbannfuehrer: “Zu Befehl. Wer wird das ar-me Luder schon stoeren.”

Pavel: “Er ist ein Schneider und hat von mir einen eili-gen Auftrag. Der Packen, den er traegt, darf nicht kon-trolliert werden.”

Der Sturmbannfuehrer: “Wie werde ich, der Schnei-der Eurer Excellenz ist mir heilig.”

Pavel: "Denken Sie noch schaerfer! Wer koennte ihnanhalten wollen und das Kleiderbuendel schnappen?”

Der Sturmbannfuehrer: “Entsetzlich! Die drei Spione!Die Feinde des Fuehrers! Noch vor fuenf Minuten — keineAhnung, ich waere in weittragende Staatsaffaeren ver-wickelt.”

Pavel, laesst ihm Zeit.

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