Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
218
Einzelbild herunterladen
 

Der Sturmbannfuehrer, wird rot vor Anstrengung.

Der Kammerdiener:Der Protektor liebt denkende Offi-ziere.

Der Sturmbannfuehrer, hat es:Ich besetze alle Zu-gaenge der Gebaeude und den Ausgang des Hofes.

Der Kammerdiener:Den besonders. Eine halbe Stun-de wird ausreichen, damit das etwa geplante Attentat vonselbst wegfaellt.

Der Sturmbannfuehrer, stimmlos:Das etwa Aufseine Excellenz!

Der Kammerdiener:Oder auf den Schneider. In die-sem Fall w)aeren der Schneider und Seine Excellenz fuermich wie auch fuer Sie dasselbe. Er geht hinein.

Der Sturmbannfuehrer sieht ihm nach, erstarrt, mitvorgestrecktem Hals.

Dann ueberkommt ihn stuermische Bewegung. Er er-teilt Befehle:Alle Zugaenge der Burg besetzen! Das Ma-schinengewehr nach dem Ausgang! In den Hof gerichtet!Niemand verlaesst ihn!

Drohende Wendung gegen die drei Attentaeter. Aberder Sturmbannfuehrer kann sich bei ihnen nicht aufhalten,er hat alle Haende voll zu tun. x

Oberst Schalk:Ein brauchbarer Offizier.

Geheimrat Rumfutsch:Er hat uns am Kragen.

Geheimrat Blumentopf:Soviel Verstand findet sichauch bei* unseren beiden Slovaken, sie legen ihre Gewehreauf uns an.

Oberst Schalk:Wir haben Zeit, warten wir ruhig aufIhren Kaplan, Herr Blumentopf!

Geheimrat Rumfutsch:Den Kaplan hab ich Ihnen niegeglaubt. Sie kennen Kaplaene in Menge, aber keinenSchneider.

Geheimrat Blumentopf:Gerade diesen kenne ich.

Die beiden anderen Herren lachen ihn schallend aus.