Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
218
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Der Sturmbannfuehrer, wird rot vor Anstrengung.

Der Kammerdiener: “Der Protektor liebt denkende Offi-ziere.”

Der Sturmbannfuehrer, hat es: “Ich besetze alle Zu-gaenge der Gebaeude und den Ausgang des Hofes.

Der Kammerdiener: “Den besonders. Eine halbe Stun-de wird ausreichen, damit das etwa geplante Attentat vonselbst wegfaellt.”

Der Sturmbannfuehrer, stimmlos: “Das etwa— Aufseine Excellenz!”

Der Kammerdiener: “Oder auf den Schneider. In die-sem Fall w)aeren der Schneider und Seine Excellenz fuermich — wie auch fuer Sie — dasselbe.” Er geht hinein.

Der Sturmbannfuehrer sieht ihm nach, erstarrt, mitvorgestrecktem Hals.

Dann ueberkommt ihn stuermische Bewegung. Er er-teilt Befehle: “Alle Zugaenge der Burg besetzen! Das Ma-schinengewehr nach dem Ausgang! In den Hof gerichtet!Niemand verlaesst ihn!”

Drohende Wendung gegen die drei Attentaeter. Aberder Sturmbannfuehrer kann sich bei ihnen nicht aufhalten,er hat alle Haende voll zu tun. x

Oberst Schalk: “Ein brauchbarer Offizier.”

Geheimrat Rumfutsch: “Er hat uns am Kragen.”

Geheimrat Blumentopf: “Soviel Verstand findet sichauch bei* unseren beiden Slovaken, sie legen ihre Gewehreauf uns an.”

Oberst Schalk: “Wir haben Zeit, warten wir ruhig aufIhren Kaplan, Herr Blumentopf!”

Geheimrat Rumfutsch: “Den Kaplan hab’ ich Ihnen niegeglaubt. Sie kennen Kaplaene in Menge, aber keinenSchneider.”

Geheimrat Blumentopf: “Gerade diesen kenne ich.”

Die beiden anderen Herren lachen ihn schallend aus.