nem Bettrand sitzen wird. Mich anluegt, meinetwegen.Mich hasst, aber in meiner Gegenwart. Die Gegenwart,die Ewigkeit, und • nirgends, nirgends — wir.” Er faehrtauf: “Wo bin ich?”
Hauptmann Krach: "Melde gehorsamst, beim Tsche-chischen Loewen.”
Er hat mehrmals gelaeutet. Dem Rasseln der Glockefolgt endlich ein noch staerkeres Laermen von Kettenund Riegeln, die entfernt werden.
Heydrich : “Wenn — meine Leute uns noch nicht auf-gespuert haetten, jetzt sind sie benachrichtigt.”
Der Hausknecht des Tschechischen Loewen versuchtmit seinem Talglicht den spaeten Gaesten ins Gesicht zuleuchten. Nur bei dem einen gelingt es.
Hauptmann Krach, kommt ihm zuvor: “Sprechen Siemeinen Namen nicht aus!”
Der Hausknecht: “Was glaubt der Herr, unseren Ver-stand haben wir auch.”
Er laesst sie ein und sperrt die Tuer.
Heydrich : “Wir wuenschen ein Zimmer mit einem be-sonderen Ausgang.”
Der Hausknecht: “Dass ich den Herren nicht erst dasTor aufsperren muss, verstanden.”
Er fuehrt sie die steile Treppe hinauf und nach derRueckseite des Hauses. Er oeffnet ihnen ein Zimmer, daswie vorhergesehen, sehr niedrig ist. Ueberdies erstreckt essich weit in den Hof hinaus. Kaum, dass von fern, aufdem schiefgesenkten Fussboden, die paar Moebel sich ab-zeichnen.
Heydrich, unschluessig: “Hier?”
Hauptmann Krach: "Es liegt nicht unguenstig.”
Der Hausknecht, hat seinen Leuchter neben dem Schrankzu Boden gesetzt, kein Lichtschein trifft das Fenster. Heim-lich, fuer den Gast, den er kennt: “Der Andere ist ein
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