Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
298
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Der Kaplan hat nicht gewartet. Ich dachte auch nicht,er wuerde die Geduld haben."

Die Raeder des zweiten, abgefahrenen Wagens habenSpuren hinterlassen.

"Alles, was von ihr noch ist. Sie haette ich gern ge-kannt.

Seine Gedanken weichen ab.Die Waldesgruende hue-ten ausserdem die Polizeikutsche, die uns herfuehrte, fuenfPersonen, ein Toter. Da nur ein einziger noch lebt undich es bin, was haelt mich ab zurueckzukehren? Waghalsigwar das Spiel von je. Ja, aber das Stueck ist aus, versu-chen wir kein besseres, nur eines, worin nirgends gezwei-felt wird! Die Zaehne zusammengebissen:Nie mehrzweifeln!

Hauptmann Krach oeffnet den Schlag seines Wagens,auf dem Polster liegt ein Papier. Er liest:Kommen Sie!Ich hoffe auf Sie. Milo.

Trauriges Nachsinnen:Das haette sie dorthin gelegt?

Er wendet das Blatt:Ah! Der Kaplan. Er ist ins Dorfgegangen, er bleibt, er gehoert, was immer komme, seinemVolk wie Sie dem Ihrem, sagt er mir. Nur gut, seinenZuspruch hatte ich mir selbst gegeben.

Am Rande entdeckt er die gekritzelte Nachschrift:"Zlecna Milo glaubt nicht, was sie hofft. Sie ist traurigaber tapfer.

Hauptmann Krach nimmt unter dem Sitz gewoehnlicheKleider hervor. Seine Uniform wirft er auf das Gebuesch,ohne Sorge sie zu verstecken. Er faehrt davon ins Un-bekannte. .

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Gebirgige Landschaft in Jugoslavien.

Die Armee der Landesverteidigung steht auf den zer-