Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
301
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Ein Soldat, erklimmt die letzten Felsbloecke, tritt stolzvor den General hin.

Der Soldat:Kamerad General, wir haben gesiegt.

Der Adjudant:Der General weiss es.

Der Soldat:Der Adler oben weiss es. Er erschrickt:Vaeterchen! Du warst unten, bis in den Qualm der Feuers-brunst, dein Gesicht ist davon geschwaerzt. Tu' das nichtnoch einmal! Was waeren wir ohne dich.

Der General:Ich war nicht in Gefahr.

Der Soldat:Die sprechen anders, die dich gesehenhaben wollen. Vergib mir; deshalb komme ich!

Der General:Ihr liesset den Feind nicht ueber denGiessbach, ganz unten, wo der Feind in den Rauch seinerBrandstiftung gehuellt und unsichtbar war. Euer Land freutsich ueber tapfere Soehne, sag es allen!

Der Soldat, fuer den Adjudanten:Ich habe nicht, wieder General, den Maschinen eines verqualmten Feindesstandgehalten.

Der General, fragt den Adjudanten etwas.

Der Adjudant:Ich glaube, dass es so ist. An den Sol-daten gewendet:Du und dein Feind, ihr wäret sehr sicht-bar ueber dem Abgrund, den er heraufgeschlichen kam,dir im Ruecken. Du sähest frueher sein Bajonett als ihn,du schlugst es weg, du umarmtest ihn nach Art der Bae-ren. Als er in den Sturzbach fiel, riss der Bach keinenMann mehr fort, nur Weichteile und die zerbrochene Brust.

Der Soldat wagt nicht, von dem Adjudanten hinwiegauf den General zu blicken:Das sah der Mann, den ichnicht sah!

Der Adjudant:Dies und vieles. Er ist ueberall, Ka-merad.

Der Soldat:Kamerad Ivo, wir sind unbesieglich. Ermacht kurz Kehrtum, schon springt er die naechste derFelsenstufen hinab.