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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
324
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warten kann. Eine Armee wie meine, hat allerdings merk-wuerdige Mitkaempfer auch Verzweifelte. Er blicktim Kreise.

Wokurka:Verzweifelt, wie macht man das? Er ziehtein eindrucksvolles Gesicht.

Jaroslav, steht stramm:Wir sind biedere Tschechenund kaempfen fuer dies Land wie fuer unseres, dort gehtes bis jetzt nur auf Umwegen.

Der General:Kuehne Umwege. Ich bewundere euchTschechen . Er fragt im Kreise:Aus der englischen Zei-tung wisst ihr, dass euer Protektor tot ist?

Milo Schatzova, bitter:Aus der Zeitung.

Pavel, windet sich am Boden, stoehnt:Und dass ganzLidice tot ist, nur wir nicht.

Der General:Doktor! Eiin Beruhigungsmittel fuerIhren Kranken. Bei seiner Schwaeche unterschaetzt er dasEreignis selbst, nur die Umstaende, die es notwendig be-gleiten, erregen ihn.

Pavel:Notwendig. War der falsche Protektor not-wendig, damit Heydrich fallen konnte?

Jaroslav:Wie denn sonst! der Andere hat ihn reifgemacht.

Milo Schatzova:Soviel ist wahr und niemand bereut.

Der General:Ihr sprecht von der Legende, die Zei-tung erwaehnte sie nebenbei.

Milo Schatzova, entruestet:Legende! Fuer Wokur-ka:Du, der mitten darin war in der Legende, sprichdoch!

Wokurka, macht sein verschlossenstes Gesicht.

Pavel, stuetzt sich beschwerlich auf, bringt den Kopfin Haltung.

Lyda, schreit unterdrueckt:Nicht die Fratze! Nurdie Fratze nicht!"