warten kann. Eine Armee wie meine, hat allerdings merk-wuerdige Mitkaempfer — auch Verzweifelte.” Er blicktim Kreise.
Wokurka: “Verzweifelt, wie macht man das?” Er ziehtein eindrucksvolles Gesicht.
Jaroslav, steht stramm: “Wir sind biedere Tschechenund kaempfen fuer dies Land wie fuer unseres, dort gehtes bis jetzt nur auf Umwegen.”
Der General: “Kuehne Umwege. Ich bewundere euchTschechen .” Er fragt im Kreise: “Aus der englischen Zei-tung wisst ihr, dass euer Protektor tot ist?”
Milo Schatzova, bitter: “Aus der Zeitung.”
Pavel, windet sich am Boden, stoehnt: “Und dass ganzLidice tot ist, nur wir nicht.”
Der General: “Doktor! Eiin Beruhigungsmittel fuerIhren Kranken. Bei seiner Schwaeche unterschaetzt er dasEreignis selbst, nur die Umstaende, die es notwendig be-gleiten, erregen ihn.”
Pavel: “Notwendig. War der falsche Protektor not-wendig, damit Heydrich fallen konnte?”
Jaroslav: “Wie denn sonst! der Andere hat ihn reifgemacht.”
Milo Schatzova: “Soviel ist wahr und niemand bereut.”
Der General: “Ihr sprecht von der Legende, die Zei-tung erwaehnte sie nebenbei.”
Milo Schatzova, entruestet: “Legende!” Fuer Wokur-ka: “Du, der mitten darin war in der Legende, sprichdoch!”
Wokurka, macht sein verschlossenstes Gesicht.
Pavel, stuetzt sich beschwerlich auf, bringt den Kopfin Haltung.
Lyda, schreit unterdrueckt: “Nicht die Fratze! Nurdie Fratze nicht!"