Jaroslav: “Heydrich war wahnsinnig. Der ihm die tsche-chische Legion zumutete, ist es auch.”
' Lyda: “Ihr ueberseht das Naechste. Pavel! Sag’ ihnen,
wie es gekommen waere — ohne das Attentat auf Heyd-rich .”
Pavel: “Lidice staende noch. Keine Unschuldigen haet-ten fuer mich gebuesst.”
Lyda: “Fuer dich — buesst keiner. Die Toten von Li-dice — retten unser Land.”
Jaroslav: “Soll das Maedchen klueger als wir alle sein?-*s|Wir sagen eigensinnig, kein Tscheche wird auf seine russi-schen Brueder schiessen. Schoen, werden sie nicht schies-sen. Aber an die Maschinengewehre gekettet wie ueblich,waeren sie vorgetrieben, und waeren niedergemacht, eh’dass die Meisten sich ergeben koennen.”
Doktor Holar: “Das muss richtig sein, weil Erfahrun-gen es bestaetigen. Ich wundere mich nicht, dass Lyda,ein Kind, meinem Verstand zuvorkommt. Immer noch er-traeglicher, Lidice, mit allen, die wir liebten, verschwindetvom Erdboden, als dass die tschechische Jugend ohne einenUeberrest geopfert wird.”
Wokurka, bleich und bebend, nur die Stimme uner-schuettert: “Das haette gefehlt. Es ist, meiner Seel’, nahean uns vorbeigegangen. Jetzt, nach tausend Morden fuerden einen, muss auch ein Wahnsinniger auf die tschechi-sche Legion verzichten.”
Milo Schatzova: “Wenn der Protektor sie je gewollthat.”
Wokurka: “Der falsche Protektor war’s, der hat esdahin gebracht, dass Heydrich Furcht vor der Legion be-kam, lieber Hess er sich auf die Legende ein, die Legendevom falschen Protektor.”
Lyda: “Da war kein falscher Protektor — nie!”
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