156
Bücher u. s. w. ebensowenig befriedigt, weil Arbeit in ihnen steckt,als wir Sonnenschein, Wasser und Luft begehren und gebrauchen,weil keine Arbeit in ihnen steckt. Wenn aber das Dasein oderFohlen oines Arbeitsquantums kein Essentiale für das Daseiu vonGebrauchswert in gcnere ist, so kann offenbar auch nicht eingrößeres oder geringeres Quantum von Arbeit den größeren odergeringeren Gebrauchswert eines wirtschaftlichen Gutes bestimmen.
Wenn — wie Marx ausdrücklich Seite 9 erklärt — die„Gebrauchswerte Verbindungen von zwei Elementen, Naturstoffund Arbeit, sind, der Mensch obendrein in seiner Arbeit der For-mung beständig von Naturkräften unterstützt wird, die Arbeitalso nicht die einzige Quelle der von ihr produzierten Gebrauchs-werte ist“, so kann die Natur, welche wie wir eben sahen, als„Quelle“ für sich allein „Gebrauchswerte“ schafft, auch da wo zu-gleich menschliche Arbeit mitformt, in sehr verschieden großenQuoten an gleich großen Gebrauchswerten beteiligt sein. In demeinen Zentner Getreide kann viel mehr Arbeit stecken als in einemandern u. s. w. Wer das einräumt, der muss sich damit zugleichvon jedem Gedanken daran lossagen, dass in solchen gleichen Ge-brauchswerten die in differenter Größe eingetretenen Arbeitszeitenals eine durchschnittlich gleiche Arbeitszeit wirksam gewesen seien.Sie mussten im Gegenteil als differente wirksam sein, weil sieeinen gleichen Gebrauchswert unter Mitwirkung differenter Natur-kräfte erzielten. Es ist weiterhin nicht der geringste Anhalt dafürda, dass die realen Gebrauchswerte als Produkte eines fiktiven Ar-beitsquantums in Wirksamkeit kommen konnten, während dochnach Marx ein entschieden fiktives, als abstrakter Durchschnitt be-rechnetes Arbeitsquantum — der im Durchschnitt gesellschaftlichnotwendigen Arbeitszeit — die Substanz ihres Wertes sein soll.Ebenso fiktiv muss die Annahme erscheinen, als könne ein realerGebrauchswert, wenn er als solcher das Produkt „komplizierter“Arbeit ist, ebensowohl durch ein Multiplum von „einfacher“ Arbeitentstanden sein. Ein Lehrling bringt effektiv das Kunstgebilde desMeisters so wenig in einem Multiplum der Arbeitszeit des Meistershervor, als ein prächtiges Haus ein Multiplum von Baracken ist.
Wer sodann, wie Marx, ausdrücklich anerkennt, dass ohne