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sagt (S. 4): „Wie die Reduktion (eines kleineren Quantums kom-plizierter Arbeit auf ein größeres Quantum einfacher Arbeit) ge-regelt wird, ist hier gleichgiltig. Dass sie beständig vorgeht, zeigtdie Erfahrung. Eine Ware mag das Produkt kompliziertester Arbeitsein. Ihr Wert setzt sie dem Produkt einfacher Arbeit gleich undstellt daher selbst nur ein bestimmtes Quantum einfacher Arbeitdar.“ Es lässt sich nicht in Abrede stellen, dass dieses Beweis-verfahren geradesogut zur Erhärtung des umgekehrten Satzes aus-reicht: „die einfache Arbeit muss, da sie kompliziertester Arbeit imVerkehr gleichgesetzt wird, auf komplizierteste Arbeit reduziert wer-den!“ Wenn im Verkehr sowohl die komplizierte Arbeit als auchdie einfache Arbeit ihr Entgelt finden, so müssen sie sobald diesesEntgelt in demselben Gute z. B. im Geldgute gegeben wird, esselbstverständlich in irgend einem Mengeverhältnis erhalten. Darausfolgt durchaus nicht, dass sie keinen verschiedenartigen Gebrauchs-wert haben können und dass das eine die Maßeinheit für das anderedarstelle.
Eine „Proportion“ des Austauschverkehres, wie 1 QuarterWeizen = a Zentner Eisen kommt durch die Entschließung derAustauscheuden zustande. Ein solcher Tausch wird für sie er-forderlich wegen der arbeitsteiligen Produktion und der Inkongruenzihrer Habe und ihrer Konsumtion von Verbrauchsgütern. Der Einebegehrt und gebraucht das Gut des Anderen, nicht weil dieser esdurch Arbeit produziert hat um dann auch seinerseits ein gleichesArbeitsquantum in anderen Gütern zu verlangen; vielmehr giebtJeder von seinen Gütern, weil dies die Bedingung ist, unter welcherer diejenigen Güter erlangt, die er gebrauchen will. So ist auchein sachlicher Gegenstand nicht um deswillen ein Gebrauchswert,weil seine Herstellung Arbeit gekostet hat, vielmehr ist die mensch-liche Arbeit nur dann und deshalb wertig, produktiv, wenn undweil der von ihr hergestellte Gegenstand ein wirtschaftliches Gutist. Auch der „Eigenproduzent“ gebraucht uicht die Güter, weil ersie mit Arbeit hergestellt hat, sondern er arbeitet, weil er die Gütergebrauchen will, welche Arbeit erforderlich machen. Im Tausch-verkehr hat das Gut, welches ich weggebe, Gebrauchswert für denAnderen, das, welches ich erhalte, Gebrauchswert für mich. So