Druckschrift 
1 (1927)
Entstehung
Seite
323
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Ottomanischen Regierung auf die schwere Verant-wortung lenken zu müssen, die sie auf sich nehmenwürde, wenn sie durch Widerstand gegen ihre Rat-schläge die Wiederherstellung des Friedens verhin-dern würde. Sie hätte es sich selbst zuzuschreiben,wenn die Verlängerung des Krieges die Folge hätte,das Schicksal der Hauptstadt in Frage zu stellen unddie Feindseligkeiten vielleicht auf die asiatischenProvinzen des Kaiserreiches auszudehnen. In diesemFall wird sie nicht auf das Wohlwollen der Mächterechnen können, tun sie vor Gefahren zu schützen, vordenen sie sie schon gewarnt haben... und sie wider-raten ihr nochmals, sich zu exponieren.

Auf jeden Fall wird die Kaiserlich OttomanischeRegierung nach Friedensschluß die moralische! undmaterielle Unterstützung der europäischen Groß-mächte benötigen, tun die Schäden des Krieges wiedergut zu machen, ihre Stellung in Konstantinopel zu be-festigen und die ausgedehnten asiatischen Gebiete zuentwickeln, deren Blüte ihre Hauptstärke darstellenwird. Um dieses notwendige Werk in Angriff zunehmen und gut auszuführen, würde die KaiserlichOttomanische Regierung nur dann auf die wohlwol-lende Unterstützung der Mächte rechnen können,wenn sie ihren Ratschlägen, die durch die allgemeinenInteresen Europas und der Türkei inspiriert werden,Folge leistet.

Unter diesen Umständen glauben die europäischenGroßmächte, gemeinsam von neuem der KaiserlichOttomanischen Regierung den Rat geben zu müssen,der Abtretung der Stadt Adrianopel an die verbün-deten Balkanmächte zuzustimmen und den Groß-mächten die Sorge, über das Geschick der Inseln imÄgäischen Meer zu bestimmen, zu überlassen.

Als Gegenleistung für diese Zugeständnisse wür-