außer Frage. Daneben kann man zweifelsfrei Ergebnisse einerjahrhundertelangen Vererbung feststellen.
Ballin entstammte einer alten jüdischen Familie, von derMitglieder an Hand der alten Grabsteine und sonstiger Urkundenvor Jahrhunderten bereits in Frankfurt a. M. nachweisbarsind, zu späterer Zeit in Paris , danach in Mittel- und Nord-deutschland und Dänemark. In Hamburg und Mona werdensie auch schon im 17. Jahrhundert als wohlhabend und an-gesehen erwähnt. Schon unter den ersten bekannten Familien-mitgliedern sind einige durch Gelehrsamkeit und hohes An-sehen unter ihren Glaubensgenossen ausgezeichnet, späteredurch erfolgreiche Betätigung auf dem Gebiete der Kunst unddes Kunsthandwerks, was ihnen die Gunst französischer Königeverschaffte. Die nach Deutschland und Dänemark abgewandertenZweige zeichneten sich wiederum durch Gelehrsamkeit und ge-schäftliche Tüchtigkeit aus. Klugheit und künstlerische Phan-tasie kann man als Vererbungsprodukte bei Albert Ballin be-zeichnen. Sie sind maßgebend für seine geschäftlichen Erfolgegewesen. Die Klugheit, Gewandtheit und Sicherheit, nament-lich auch in der Menschenbehandlung, und die künstlerischePhantasie, die ein starkes persönliches Lchönheitsgefühl mis-löste, im Bunde damit starke Ansprüche an Schönheit und Be-quemlichkeit der Umgebung, Ansprüche, an denen sich der Maß-stab für die Eigenschaften der Kinder seines Geistes, die großenPassagierdampfer, bildete.
Ballin hat, je älter er wurde, desto weniger Freude anWiedergaben seines Ichs in der Presse und Literatur gehabt,und hat sich in der unfreundlichsten Weise geweigert, dem