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tischen Lage" zunächst zu verschieben. Das Schiff war in allenKajüten voll besetzt, und Hunderte von Passagieren gerietendadurch in die größte Verlegenheit. Sie mußten sich zumeistin den folgenden Tagen nach neutralen und englischen Häfenbegeben und sich von dort einschiffen.
Die Ereignisse überstürzten sich nun in rascher Folge. Denmeisten der Schiffe gelang es bei Kriegsausbruch, neutraleHäfen aufzusuchen, so daß zu Anfang des Krieges nur wenigein Verlust gerieten. Am z. August waren bereits die Kabeldurchschnitten, was zu großen Schwierigkeiten im Verkehr mitNew Dort führte, die auswärtigen Niederlassungen überhauptmeistens auf ihre eigene Initiative anwies. An Stelle der ge-wohnten geschäftlichen Tätigkeit trat die Ausführung von Ver-trägen, die für die Proviant- und Kohlenversorgung der Marineim Frieden geschlossen waren, für die Stellung von Hilfsschiffenund die Bildung einer Provianteinkaufsorganisation für dieMarine.
Inzwischen hatte auch dasNeichsamtdesÄnnern einenersten Schritt getan, um für die Versorgung des Landesmit Lebensmitteln, soweit das noch möglich war, Maß-nahmen in die Wege zu leiten. Mit dieser Frage hatte mansich in Deutschland bekanntlich viel zu wenig, ja fast gar nichtbeschäftigt, weil man niemals an eine ernste Kriegsgefahr ge-dacht oder geglaubt hatte. Sogar die militärischen Behördenhatten bei ihren Mobilmachungsplänen in dieser Hinsicht wenigoder nichts getan.
Als im Jahre 1912 der General Graf Georg Waldersee
Gberquartiermeister wurde, beschäftigte er sich als erster ernst-- 20 «