Druckschrift 
Albert Ballin / Bernhard Huldermann
Entstehung
Seite
372
Einzelbild herunterladen
 

eilen. Was dann in den Kriegsgescllschasten für die sogenannte Über-gangswirtschaft sitzenbleibt, das dürsten doch teilweise Leute sein, diein diesen äußerlich nicht gerade schönen Geschöpfen geheime Reizeentdeckt haben, oder es sind Leute, welche, die frische Zugluft desfreien Spiels der Kräfte fürchtend, sich unter den Fittichen des VatersLtaat wohlgeborgen säh en. Wenn Zie Deutschlands Zukunft aufGedeih oder Verderb solchen (Organisationen überlassen wollen, dannbleibt, wie gesagt, der Wirtschaftskrieg nach dem Kriege uns sicherlichnicht erspart. Dann haben Zie noch mit einem vieljährigen Krieg zurechnen."

Aus den letzten Monaten des Krieges, die auch die letztenLebensmonate Bassins waren, sei nur ein Ereignis noch hervor-gehoben, allerdings eins von dramatischer Bedeutung. Es istBallins letzte Begegnung mit dem Kaiser. Leine Auf-zeichnungen darüber, so aphoristisch sie sind, bedürfen keinesKommentars. Ich gebe sie unverkürzt hier wieder.

Hamfelde, den 25. August (Sonntag) t9t8.

Am letzten Dienstag telephonierte mir Herr Deters (Direktor derFirma Hugo Ztinnes in Hamburg . D. V.) im Auftrage von HugoZtinnes. daß die er mich gern in Berlin am Donnerstag sehen möchte.Der (Oberstleutnant Bauer (einer der Adjutanten Ludendorffs, ein Mann,der viel Zchuld hat an der großindustriellen, alldeutschen Grientierungdes Generals) ist bei ihm gewesen, und die Mitteilungen dieses Mannesließen ihm eine Unterredung mit mir dringend erwünscht erscheinen. Ichlehnte ab, weil ich mir denken konnte, daß die Aufgabe, die man mirzuzuschieben trachtete, höchst unerfreulicher Natur sei.

Am nächsten Morgen telephonierte Herr Deters wieder, Ztinneswerde, um mich zu sprechen, Freitag morgen mich in Hamburg besuchen.

Zch fuhr Mittwoch nachmittag nach Hamfelde, am Donnerstag aberschon wieder zur Stadt, da Ztinnes schon Freitag um 10sz Uhr vor-mittags bei mir sein wollte.