Gewicht bei leitenden Staatsmännern und Parlamentariern.Und weil ihm die Lebensbedingungen anderer Nationen ver-traut waren, vertrat er ebenso die nationalen Rechte, wie erseine warnende Stimme vor Konflikten erhob, die ihm ver-meidbar erschienen. Wer sich seiner Stärke bewußt ist, kenntauch ihre Grenzen, und ein Lichvertragen schien ihm wie imGeschäft so auch in der Politik geratener als ein Lichschlagen.Den „Mann des Kompromisses" nannte man ihn, wie ananderer Stelle erwähnt. Vielleicht hatten ihn schon früheErfahrungen dazu erzogen. Dem jungen Mann aus unbe-kannter jüdischer Familie mag es nicht leicht geworden sein,im patrizischen Hamburg sich durchzusehen, selbst als erbereits an hervorragender Stelle stand. Der flüchtige Be-obachter übersieht leicht, wie konservativ diese Hansestädtesind und noch vielmehr waren. Politisch, in ihrer Ver-fassung und Anschauung, gesellschaftlich nicht minder. Mancherallerdings, der schon dem jungen Ballin nahekam, erkanntedoch, daß er es mit einer ungewöhnlichen Persönlichkeit zutun habe. So schrieb ein englischer Journalist von ihmschon Mitte der 90er Jahre: „ble struck me as 3great man, otbernise notbing so mcongruent 388ucb 3 type of man 35 tbe beacl of a big §1eam§bipIme coulä be imagmeä." Daß der Feldmarschall GrafWälder see ihm schon früh seine Freundschaft schenkte, istan anderer Stelle erzählt worden. Und im patrizischen Ham-burg gewann er schon bald nach seinem Eintritt in die Packet-sahrt einen gewaltig einflußreichen Gönner, Carl Laeisz,den markantesten Vertreter der »Dynastie Laeisz" Die Firma
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