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1 (1838)
Entstehung
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Lieder.

Das Glück ist ungerecht und blind;

Wcu» nicht die Dichter Lügner sind.

Wie oft hat es mit deinem Hoffen,

Wie oft mit meinem eingetroffen ?

Wie wcnn es, dich lind mich zu kranken,

Dir mein, und mir dein Kind wird schenken/

O Freund, was soll die Rache scvn?

Der Tausch, o Freund, der Tausch allein.

Doch giebst du, geb ich incinc dir,

Auch deine mir?

II. Alls den Klcinigkcitt» 1751.Die Sparsamkeit.Von nun an muß ich sparsam werden.Warum denn das ? Der Wein schlägt aus.So gchts, das beste dieser ErdenErhält man mir durch tl>curcn Kauf.

Wer pocht? Ey der verwünschte SchneiderMacht mich fast durch sein Mahnen toll.Da seht die Menschenliebe! leider,Das; man doch stets bezahlen soll.

Beliebet morgen einzusprechen.Die Wechsel laufen später ein."Er geht. Geh! geh! nun kan ich zeche».Seht! seht! so muß mau sparsam scvn.

Tie Abwechslung.Ich trinke nicht stets einen Wein.Das möchte mir zu ekel seyn.Wein aus Burgund, Wein von der Mosel StrandeEinhcimschcn Wein, Wein aus dem Frankcnlandc,Die wcchfl ich täglich mit Bedacht,Weil Wechsel» alles süsscr macht.

Und mich soll nur ein artig Kind,Wen» mehrere zu fiudc» sind,Durch süsscn Zwang gcpricßncr Liebe binden ?O, dieß zählt ich mit unter meine Sünden.Nci», »ein, ich folge meinem Brauch,Mit artgcn Kinder» wcchs'l ich auch.