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1 (1838)
Entstehung
Seite
171
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Fragmente. 471

Ivas klagst du?" - -O Natur! das solltest du nicht wissen?

Warum soll ich allein das Glück zu sehen misse»?

Der Mensch sieht, ich bin blind. Mein Leben hangt daran;

Der Falle zu entgeh», gib, daß ich sehen kann."

Sey sehend, daß ick auck bey dir entschuldigt werde!"

Er sah, und grub sich gleich in die geliebte Erde.

Hier, wo kein Strahl des Lichts die Finsterniß verjagt.

Was nutzt ihm hier sein Gluck? daß er von neuem klagt.

Natur, schrie cr zurück, das sind unmöglich Augen."

Sie sinds, nur daß sie nicht für einen Maulrourf taugen

Und das, was in mir wohnt, was in mir fühlt und denket;Das, was zwar mein Gehirn, doch nicht die Welt umschränkct;Das, was sich selber weis, und zu sich spricht: ich bin;Was auch die Zeit beherrscht, und was mit der will slichn,Durch unsichtbare Macht auf hcnt und morgen bringet,lind Morgen, ch cS wird, mit weitem Wlick dnrchdringet;Das mich, dem die Natur die Flügel nicht verlieh»,Vom niedern Staube hebt, die Himmel zn umzichn;Das was die Stärk ersetzt, die in dem Lvwcn wüthet,Wodurch der Mensch ein Mensch, und ihm als Mensch gebiethet:Das wird des Uhrwerks Kraft, das im Gehirne geht,lind seines Körpers Theil, weil man cS nicht versteht.Doch sprich, du kluger Thor, wenn es die Körper zeugen,Versteht man cS dann ch, als wenn es Geistern eigen?Du machest Schwierigkeit durch Schwierigkeiten klar,Vertreibst die Dämmerung, und bringst die Nacht uuS dar.Wie jctzo meinem Licht, das in den stillen StundenMit meinem Fleiße wacht, der noch kein Glück gesunde»,Da ich es putze» will, die »»achtsame HandDen Dacht zu knav gekürzt, die Flamme gar verschwand :c.