Fragmente.
Braucht er so viel Verstand, als wenn aus kleinen ReisenDes Schwanzsterns Dörfel uns will seine Laufbahn weisen.Wenn er aus einem Stück aufs Ganze richtig schließt,llud durch den einen Bug die ganze Krümmung mißt?Braucht er so viele Kunst, die Winkel zu entdecken,In die, das scheue Heer, die Laster sich verstecken,Als jener, der im Glas entfernte Monden sieht.Und ihre Größ und Bahn in helle Tafeln zieht?lind als ein andrer, der aus wenigen MinutenDie Fahrt des Lichts bestimmt, und rechnet sie nach Ruthen?Wer braucht mehr Geist und Müh, der, der in fauler LustDen Wein trinkt und erhebt, gelehnt an Phyllis Brust?Wie? oder der sein Feur, wie es die Sonn erzeuget,Und wie der Saft im Stock durch enge Röhren steiget,Aus Gründen uns erklärt, und werth ist, daß der WeinIhn einzig nur erfreu, und stärk ihn nur allein?
Der Dichtern nöthge Geist, der Möglichkeiten dichtet,Und sie durch seinen Schwung der Wahrheit gleich entrichtet,Der schöpferische Geist, der sie beseelen muß,Sprich, M°°°, du weistS, braucht den kein PhysicuS?Er, der zuerst die Luft aus ihrer Stelle jagte,Und mehr bewies, als man je zn errathen wagte;Er, der im Sonnenstrahl den Grund der Farben fand.Und ihre Aenderung in feste Regeln band;Er, der vom Erdcnball die platten Pole wußte,Eh ein Maupertuis sie glücklich messen mußte;Hat die kein Schöpfergeist bey ihrer Müh beseelt:Und ist es nur Homer , weil ihm ein ältrer fehlt?
Wird Aristoteles nicht ohne Grund gepriesen,Dem nie sich die Natur, als unterm Flor gewiesen?Ei» dunkler Wörterkram von Form und O-ualitätIst, was er andre lehrt und selber nicht versteht.Zu glücklich, wenn sie nicht mit spitzig seichten GrillenDie Lücken der Natur durch leere Töne füllen!Ein selbst erwählter Grund stützt keine Wahrheit fest.Als die man, statt zu sehn, sich selber träumen läßt;Leslings Werke I. 12