Gedichte.
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Doppelter Nutzen einer Frau.
Iwcpmal taugt eine Frau — für die mich Gott bewahre! —Einmal im Hochzeitbett, und einmal auf der Bahre.
Nutzen eines fernen Garten.
A. Was nutzt dir nun dein ferner Garte »? He?ZZ. Daß ich dich dort nicht seh!
Der Blinde.
Niemanden kann ich sehn, auch mich sieht niemand an:Wie viele Blinde seh' ich, armer blinder Mann.
Auf ein Caruffel.
Freund, gestern war ich — wo? — Wo alle Menschen waren.
Da sah ich für mein baares Geld
So manchen Prinz, so manchen Held,
Nach Opernart geputzt, als Führer fremder Schaarcn.
Da sah ich manche flinke Speere,
Auf mancher zngerittnen Märe,
Durch eben nicht den kleinsten Ring,
Der unter tausend Sonnen hieng,
(O Schade, daß es Lampen waren!)
Ost, sag ich, durch den Ring,
Und öfter noch darneben fahren.
Da sah ich — ach. was sah ich nicht,
Da sah ich, daß beym Licht,
Kristalle, Diamanten waren;
Da sah ich, ach du glaubst es nicht,
Wie viele Wunder ich gesehen!
Was war nicht prächtig groß und königlich?
Kurz, dir die Wahrheit zu gestehen,
Mein halber Thaler dauert mich.
Der Arme.
Sollt cinen Armen wohl des Todes Furcht entfärben?Der Arme lebet nicht: so kann er auch nicht sterben.