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1 (1838)
Entstehung
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Der junge Gelehrte.

Anton. Noch eine hören Sie; und zwar die, welche zu-letzt seine Lcibgrille ward: er wollte mehr als eine Frau hcy-rathcn.

Lhrys. Aber eine nach der andern.

Anton. Nein, wenigstens ein halb Dutzend auf einmal.Der Bibel, der Obrigkeit und dem Gebrauche zum Trutze! Erlas damals gleich ein Buch

Chrys. Die verdammten Bücher! Kurz, ich will nicht wei-ter hören. Es soll ihm schon vergehen, mehr als eine zu neh-men, wenn er nur erst die genommen hat, die ich jetzt für ihnim Kopfe habe. Und wasmeyncst du wohl, Anton? quill puls «?wie wir Lateiner reden; wird crs thun?

Anton. Vielleicht; vielleicht nicht. Wenn ich wüßte waser für ein Buch zuletzt gelesen hätte, und wenn ich dieses Buchselbst lesen könnte, und wenn

Chrys. Ich sehe schon, ich werde deine Hülfe nöthig haben.Du bist zwar ein Gauner, aber ich weiß auch, man kömmtjetzt mit Bctricgcrn weiter, als mit ehrlichen Leuten.

Anton. Ey, Herr Chrysandcr, sür was halten Sie mich?

Lhr^s. Ohne Komplimente, Herr Anton! Ich versprechedir eine Belohnung, die deinen Verdiensten gemäß seyn soll,wenn du meinen Sohn yuuvis moclo, wie wir Lateiner re-den, durch Wahrheiten oder durch Lügen, durch Ernst oderSchraubercycn, vel sie vel sliwr, wie wir Lateiner reden,Julianen zu hcyrathcn bereden kannst.

Anton. Wen? Julianen?

^?r>'s. Julianen; illsin irll'am.

Anton. Unsere Mamsell Zulianc? Ihr Mündel ? IhrePflegetochter?

Lhrys. Kennst du eine andre?

Anton. Das ist unmöglich, oder das, was ich von ihrgehört habe, muß nicht wahr seyn.

Lhrys. Gehört? so? hast du etwas von ihr gehört? dochwohl nichts böses?

Anton. Nichts gutes war es freylich nicht.

Chrys. Ey! ich habe auf das Mädchen so große Stücken