Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
241
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Vcr junge Eclchric.

Spannen Sie vielmehr Ihren Verstand an, etwas auSznsinncn,»in den alten Chrysandcr

Valcr. Chrysandcr traut mir nicht, und kann mir nichttränen. Er kennt meine Neigung zu Julianen. Alle mein Zu-reden würde umsonst seyn; er würde den Eigennutz, die Quelledavon, gar bald entdecken. Und wenn ich auch eine völlige An-werbung thun wollte; was würde es helfen? Er ist deutsch ge-nug, mir gerade ins Gesicht zu sagen, daß ich seinem Sohnehier nachstehen müsse, welcher wegen der Wohlthaten des Va-ters das größte Recht auf Julianen habe.--Was soll ich

also anfangen?

F.isctte. Mit den wunderlichen Leuten, die nur überall denebenen Weg gehen wollen! Hören Sie was mir eingefallen ist.Das Dokument, oder wie der Quark heißt, ist das einzige wasEhrnsandcrn zu dieser Hcyrath Lust macht, so daß er es schonan seinen Advokaten geschickt hat. Wie wenn man von diesemAdvokaten einen Brief unterschieben könnte, in welchemin welchem

Valcr. In welchem er ihm die Gültigkeit des Dokumentsverdächtig machte; willst du sagen? der Einfall ist so unrechtnickt! Aber wenn ihm nun einmal der Advokatc ganz dasGegentheil schreibt, so ist ja unser Betrug am Tage.

^.isctte- Was für ein Einwnrf! Freylich müssen Sie ihnstimmen. ES ist von je her gebräuchlich gewesen, daß es sichein Liebhaber etwas muß kosten lassen.

valer. Wenn nun aber der Advokat ehrlich ist?

/Usctle- Thun Sie doch, als ob Sie seit vier Wochen erstin der Welt waren. Wie die Geschenke, so ist der Advokat.Kommen gar keine, so ist der niederträchtigste Bctricger derredlichste Mann. Kommen welche, aber nur kleine, so hält dasGewissen noch so ziemlich das Gleichgewicht. Es steigen alS-dcnn wohl Versuchungen bey ihm auf; allein die kleinste Betrach-tung schlägt sie wieder nieder. Kommen aber nur recht ansehnliche,so ist gar bald der ehrlichste Advokat nicht mehr der ehrlichste.Er legt die Ehrlichkeit mit den geschenkten Goldstücken in denSchatz, wo jene eher zu rosten anfängt, als diese. Ach kennedie Herren!

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