Der junge Gelehrte. 2ii7
schnitzcr machen. Ich glaube, ihr Gelehrten, je mehr ihr lernt,je mehr vcrgeßt ihr.-
Damis. Ich behaupte aber, daß man kein einzig tüchtigesZeugniß für Ihre Meinung anfuhren kann. Das ist das erste,was die ganze Sache verdächtig macht? und zum andern--
lisettc. Das ewige Gcplaudrc!
Lhrys. Lisettc hat Recht! Mein Sohn, contra ni-meisn-,ncA-mtem non etl clisr>utanclum. Kommt', Kommt!
(Chwscmder, Dcmiis und Anton geben ab.)
Valer. Nun ist alles für mich vcrlohrcn, Lisettc. Wassoll ich anfangen?
Zuserte. Zch weiß keinen Rath; wann nicht der Brief--
Valer. Dieser Betrug wäre zu arg, und Juliane will ihnnicht zugeben.
-L.isetre. Ey, was Betrug? Wenn der Betrug nützlich ist,so ist er auch erlaubt. Zch sehe es wohl, ich werde es selbstthun müssen. Kommen Sie nur fort, und fassen Sie wieder Muth.
Dritter Aufzug.
Erster Auftritt.Lisette, Anton.A.isette. So warte doch, Anton.
Anton. Ey, laß mich zufrieden. Zch mag mit dir nichtszu thun haben.
S.isetle. Wollen wir uns also nicht wieder versöhnen?Willst du nicht thun, was ich dich gebeten habe?
Anton. Dir sollte ich etwas zu gefallen thun?
Kiserre. Anton, lieber Anton, goldner Anton, thu esimmer. Wie leicht kannst du nicht dem Alten den Brief ge-ben, und ihm sagen, der Postträger habe ihn gebracht?
Anton. Geh! du Schlange! Wie sie nun schmeicheln
kann!--Halte mich nicht auf. Zch soll meinem Herrn
ein Buch bringen. Laß mich gehen.