Die Jude».
N7arr. Rr. Wanns keinc silberne wäre, so würde sie
Marti» Krumm nicht haben.
Z.isette. Ist es nicht erlaubt, sie zu beschul
Mart. Rr. Za, aber nur in meinen Händen.
-iUsellc. Die Fason ist vortrefflich.
Mart. Rr. Za, sie wiegt ganzer fünf Loth. —
Z.isetle. Nur der Fason wegen, möchte ich so ein Dös-
chcn haben.
Mart. Rr. Wenn ich sie zusammen schmelze» lasse, stehtZhncn die Faso» davon zu Dienste.
Ä.isette. Sie sind allzugütig! — Es ist ohne Zweifel einGeschenk?
N?»rt. Rr. Za, — — sie kostet mir nicht einen Heller.
Äusette. Wahrhaftig, so ein Geschenk könnte ein Frauen-zimmer recht verblende»! Sie köimcn Zhr Glück damit machen,Herr Vogt. Zch wenigstens würde mich, wenn man mich mitsilbernen Dosen anfiele, sehr schlecht vertheidigen könne». Mitso einer Dose hätte ein Liebhaber gegen mich gewonnenes Spiel.
Marr. Rr. Zch vcrstehs, ick vcrstchs! —
K.isetle. Da sie Zhncn so nichts kostet, wollte ich Zhncnrathen, Herr Vogt, sich eine gntc Freundinn damit zu machen —
N7art. Rr. Zch vcrstchs, ich vcrstchs! —
Kusette. (schmeichelnd) Wollten Sie mir sie wohl schenken? —
Marc. Rr. O um Verzeihung! — Man giebt die silber-nen Dosen jetzt nicht mchr so in den Tag hinein weg. Undglaubt Sie denn, Zungfcr Liscttc, daß ich so verlegen mit dermcinigcn bin? Zch werde schon noch einen ehrlichen Man» dazufinden, chc ich sie vor die Säue werfe.
Kusektc. Hat man jemals eine dümmrc Grobheit gefunden!— — Ein Herz einer Schnupftabaksdose gleich zu schätzen?
Marr. Rr. Za, ei» steinern Herz einer silbern Schnupf-tabaksdose — —
-Lusette. Vielleicht würde es aufhören, steinern zu seyn,wenn — — Doch alle meine Reden sind vergebens. — —Er ist meiner Liebe nicht werth. — — Was ich sür eine gut-herzige Närrin bin! — (will wci»m) beynahe hätte ich geglaubt,
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