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Die Juden.
der Vogt wäre noch einer von den ehrlichen Leuten, die esmeynen, wie sie es reden —
Marr. Rr. Und was ich für ein gutherziger Narre bin,daß ich glaube, ein Frauenzimmer meyne es, wie sie es redt! —Da, mein Liscttchcn, weine Sie nicht! — (er giebt ihr die Dose)— Aber nun bin ich doch wohl Ihrer Liebe werth? — ZumAnfange verlange ich nichts, als nur ein Kußchcn auf Zhrcschöne Hand!--(er kW sie) Ah, wie schmeckt das! —
Zwölfter Auftritt.
Das Fräulein. Lisette. Martin Rrumm.
Das Fraul. (sie kömmt darzu geschlichen, und stößt ihn mit demKopfe auf die Hand) Ey! Herr Vogt, — küß Er mir doch meineHand auch!
Lisette. Daß doch!--
Mark- Rr. Ganz gern, gnädiges Fräulein — (er will ihrdie Hand küssen)
Das Fröul. (giebt ihm eine Ohrfeige) Ihr Flegel, versteht Ihrdenn keinen Spaß?
iNart. Rr. Den Teufel mag das Spaß seyn!
Lisette. Ha! ha! ha! (lacht ihn ans) O ich bctaurc Ihn,mein lieber Vogt — Ha! ha! ha!
Mark. Rr. So? und Sie lacht noch dazu? Ist das meinDank? Schon gut, schon gut! (geht ab)
Lisette. Ha! ha! ha!
Drcyzchntcr Auftritt.Lisette. Das Fräulein.Das Lröul Hätte ichs doch nicht geglaubt, wenn ichsnicht selbst gesehen hätte. Du läßt dich küssen? und noch dazuvom Vogt?
Lisette. Zch weiß auch gar nicht, was Sie für Rechthaben, mich zu belauschen? Zch denke, Sie gehen im Gartenmit dem Fremden spatziren.
Das Frank. Za, und ich wäre noch bey ihm, wenn derPapa nicht nachgekommen wäre. Aber so kann ich ja kein klu-ges Wort mit ihm sprechen. Der Papa ist gar zu ernsthaft —