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1 (1838)
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Die Juden.

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Der Reis. Was soll das vorstellen?

!Narc. Rr. (bcv Seite) O verdammt! ich denke, ich habeden Quark lange von mir gelegt.

Der Reis. Das ist ja gar ein Bart, (er macht ihn vors KI»»)Sehe ich bald einem Juden so ähnlich?

XNart. Rr. Ach geben Sie her! geben Sie her! Werweiß, was Sie wieder denken? Ich schrecke meinen kleinenZungen manchmal damit. Dazu ist er.

Der Reis. Zhr werdet so gut seyn, und mir ihn lassen.Zch will auch damit schrecken.

N?art. Rr. Ach! vcrircn Sie Sich nicht mit mir. ZchMUß ihn wieder haben, (cr will ihn aus der Hand rcissc»)

Der Reis. Geht, oder--

Marr. Rr. (bey Seite) Der Geyer! nun mag ich sehen, woder Zimmcrmann das Loch gelassen hat. Es ist schongut; es ist schon gut! Zch schs, Sie sind zu meinem Unglückehiehcr gekommen. Aber, hohl mich alle Teufel, ich bin ein ehr-licher Kerl! Und den will ich sehn, der mir etwas Schlimmesnachreden kann. Merken Sie Sich das! Es mag kommen zuwas es will, so kann ich es beschwören, daß ich den Bart zunichts Bösem gebraucht habe. (geht ab)

Siebzehnter Auftritt.Der Reisende.

Der Mensch bringt mich selbst aus einen Argwohn, der ihmhöchst nachthcilig ist. Könnte er nicht einer von denverkappten Räubern gewesen seyn? Doch ich will in meinerVermuthung behutsam gehen.

Achtzehnter Auftritt.Der Baron. Der Reisende.Der Reis. Sollten Sie nicht glauben, ich wäre gesternmit den jüdischen Straßenräubcrn ins Handgemenge gekommen,daß ich einem davon den Bart ausgcrisscn hätte? (er zeigt ihmden Bart)

Der Baron. Wie vcrftchn Sie das, mein Herr?Allein, warum haben Sie mich so geschwind im Garten verlassen?