Die Juden.
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mich Geschenke aimchmen. Ich habe ihn so wenig gekannt,wie Sie.
Christ. Also ist mein Geschenk zum Teufel? Wie gewon-nen, so zerronnen!
Der Baron. Wie aber soll ich, theuerster Freund, michgegen Sie erkenntlich erzeigen? Sie reisscn mich zum zwcytcn-mal aus einer gleich großen Gefahr. Ich bin Zhncn mein Le-ben schuldig. Nimmermehr würde ich, ohne Sie, mein so na-hes Unglück entdeckt haben. Der Schulze, ein Mann, den ichfür den ehrlichsten auf allen meinen Gütern hielt, ist sein gott-loser Gchülsc gewesen- Bedenken Sie also, ob ich jemals dießhätte vermuthen können? Wären Sie heute von mir gcrcisct —
Der Reis. Es ist wahr--so wäre die Hülfe, die ich
Ihnen gestern zu erweisen glaubte, sehr unvollkommen geblie-ben. Ich schätze mich also höchst glücklich, daß mich der Him-mel zu dieser unvcrmuthetcn Entdeckung auscrschcn hat; undich freue mich jetzt so sehr, als ich vorher aus Furcht zu irren,zitterte.
Der Baron. Ich bcwundrc Ihre Menschenliebe, wie IhreGroßmuth. O möchte es wahr seyn, was mir Liscttc berich-tet hat!
Zwey und zwanzigster Auftritt.Das Fräulein, und die Vorigen.
-L.isette. Nun, warum sollte es nicht wahr seyn?
Der Baron. Komm, meine Tochter, komm! Verbindedeine Bitte mit der mcinigcn: ersuche meinen Erretter, deineHand, und mit deiner Hand mein Vermögen anzunehmen.Was kann ihm meine Dankbarkeit kostbarcrs schenken, als dich,die ich eben so sehr liebe, als ihn? Wundern Sie Sich nurnicht, wie ich Zhncn so einen Antrag thun könne. Ihr Be-dienter hat uns entdeckt, wer Sie sind. Gönnen Sie mir dasunschätzbare Vergnügen, erkenntlich zu seyn! Mein Bcrmögcnist meinem Stande, und dieser dem Ihrigen gleich. Hier sindSie vor Ihren Feinden sicher, und kommen unter Freunde, dieSie anbeten werden. Allein Sie werden niedergeschlagen? Wassoll ich denken?
Lcssings Werks i. 22