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1 (1838)
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Der Misogyn.

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wumsh. Antworte, sag ich.K>isctte. Zch gehöre in die Küche,wumsh. Bleib, und antworte erst!L.isetre. Ich habe nur mit Ihrer Tochter zu thun,wumsh. Du sollst antworten! Ist Herr SolbistA.isette. Zch will Ihnen den Verdruß ersparen, mich zusehen, (geht ab.)

Zweyter Auftritt.

Nlumshäter. valer.

Wumsh. Welch Geschöpf!--Zch will auch heute noch

alles Wcibsvolk aus meinem Hause schaffen; selbst meine Toch-ter. Sie mag sehen, wo sie bleibt. Gut, gut, meinSohn, daß du kömmst; ich habe eben nach dir gefragt.

valer. Wie glücklich wär ich, wenn ich glauben dürfte,daß Sie meinen Bitten hätten wollen zuvor kommen. Darf ichmir schmeicheln, die so oft gesuchte Einwilligung endlich vonIhnen zu erhalten?

Mumsh. O! du fängst wieder von der vcrdrüßlichen Sachean. Kränke doch deinen alten Vater nicht so, der dich bis jetztfür den einzigen Trost seines Alters gehalten hat. Es ist janoch Zeit.

Valcr, Nein, cs ist nicht länger Zeit, liebster Vater. Zchhabe heute Briefe bekommen, welche mich nöthigen, auf daseheste wieder zurück zu reisen.

Wumsh. Ze nun, so reise in Gottes Namen; nur folgemir darin»; hcyrathc nicht. Zch habe dich zu lieb, als daßich zu deinem Unglücke Za sagen sollte.

valer. Zu meinem Unglücke? Wie verschieden müssen wirüber Glück und Unglück denken! Zch werde cs für mein größ-tes Unglück halten, wenn ich eine Person länger entbehren muß,die mir das Schätzbarste in der Welt ist. Und Sie--

Wumsh. Und ich werde es für dein äusserstes Unglückhalten, wenn ich dich deiner blinden Neigung folgen sehe. EinWeibsbild für das Schätzbarste auf der Welt zu halten? EinWeibsbild! Doch der Mangel der Erfahrung entschuldigt dich.Höre; hältst du mich für einen treuen Vater?