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Der Misogyn.
wickeln den Knoten immer mehr und mehr, und endlich wer-den Sie ihn so verwickelt haben, daß er gar nicht wieder auf-zuwickeln ist.
L.elic>. Nun wohl; wenn er nicht wieder aufzuwickeln ist,so machen wir es, wie die schlechten Komödicnschrciber, undzerreißen ihn.
valer. Und werden ausgezischt, wie die schlechten Komö-dicnschrcibcr.
Lelio. Immerhin!
valer. Wie martern Sie mich mit dieser Gleichgültigkeit,Hilaria!
Lelio. Das war zu ernsthaft, Valer! Ich bin im Grundeso gleichgültig nicht; und Sie davon zu überzeugen: —gut! —so will ich noch heute einen Schritt in unserm Plane thun,den ich nicht genug vorbereiten zu können, geglaubt habe. Wirwollen die Hilaria erscheinen lassen, und versuchen, was sie fürGlück in ihrer wahren Gestalt haben wird.
Valer. Sie entzücken mich! — Za, liebste Hilaria, wirkönnen nicht genug eilen, unser Schicksal zu erfahren. Hilft esnichts, so haben wir doch alles gethan, was in unsern Kräf-ten steht; und ich werde es endlich über mein Gewissen brin-gen können, einem wunderlichen Vater die Stirne zn bieten.Ich muß Sie besitzen, es koste, was es wolle. Wie glücklichwerde ich seyn, wenn ich mich öffentlich dieser Hand werde rüh-men können--(indem er die Hand küßt)
Fünfter Auftritt.
N?umsh<iter. Die Vorigen.
wumsh. (welcher Balcren die Hand der Hilaria küssen sieht) Ey!ey! mein Sohn, thust du doch mit dem Bruder deiner Braut,als ob es die Braut selber wäre. Sieh, wie du zusammenfährst!
Lelio. Er vergißt sich oft, der gute Valer. — Aber wis-sen Sie, woher es kommt?
Wumsh. Das kann ich nicht wissen. — Zn Parcnthcsi,mein Sohn, es ist richtig; deine Schwester will mit dir reisen.Sie war mit meinem Vorschlage zufriedener, als ich glaubte. —