Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
397
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Tcr Freygeist.

397

Johann. Pst, Herr Adrast! Ein Wort im Vertrauen.

Adrast. So komm her!

Johann- Zm Vertraue», Herr Adrast.

L.isidor. (welcher auf ihn zu geht) Nun? was willst du ?

Johann, (geht auf die andre Seite) Pst! Herr Adrast, nur einWörtchcn, ganz im Vertrauen!

Adrast. So pack dich her, und rede.

Ä.isidor. Rede! rede! Was kann der Schwiegersohn ha-ben, das der Schwiegervater nicht hören durste?

Johann. Herr Adrast! (zieht ihn an dem Acrmcl bey Seile.)

Aisidor. Du Spitzbube, willst mich mit aller Gewalt vomPlatze haben. Rede nur, rede! ich gehe schon.

Johann. O! Sie sind gar zu höflich. Wenn Sie einenkleinen Augenblick dort in die Cckc treten wollen: so könne»Sie immer da bleiben.

Adrast. Bleiben Sie doch! ich bitte.

Aisidor. Nu! wenn ihr mcynt--(indem er auf sie zu tömml)

Adrast- Nun sage, was willst du?

Johann, (welcher sieht, daß ihm Lüsidor wieder nahe steh!) Nichts.

Adrast. Nichts?

Iohann. Nichts, gar nichts.

-Lusidor. Das Wörtchcn im Vertrauen, hast du es schonwieder vergessen?

Johann. Potz Stcru! sind Sie da ? Ich dciikc, Sie stchc»dort im Winkel.

S.isidor. Narre, der Winkcl ist näher gerückt.

Johann. Daran hat cr sehr unrecht gethan.

Adrast. Halte mich nicht langer auf, und rode.

Johann. Herr Lisidor, mein Herr wird bösc.

Adrast. Ich habe vor ihm nichts Geheimes; rede!

Johann. So habe ich auch nichts für Sie.

lisidor. Galgcndicb, ich muß dir nur deinen Willen

th,i.--Ich gchc auf meine Stubc, Adrast: wcnn Sic zu

mir kommcn wollcn

Adrast- Ich wcrdc Ihnen gleich folgen.