Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
399
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5cr Freygeist.

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Johann. Ich sollte es Ihnen nicht sagen? Ich sollte Sieso in Ihr Unglück rennen lassen? Das wollen wir sehen.

Adrast. Gehe mir aus den Augen!

Johann. Nur Geduld! Sie erinnern Sich dochwohl so ohngcfähr, wie Sie Ihre Sachen zu Hanse gelassenhaben?

Adrast. Zch mag nichts wissen.

Johann. Zch sage Ihnen ja auch noch nichts. Sieerinnern Sich doch wohl auch der Wechsel, die Sie an denHerrn Araspe vor Zahr und Tag ausstellten?

Adrast. Schweig, ich mag nichts davon hören.

Johann. Ohne Zweifel, weil Sie sie vergessen wollen?Wenn sie nur dadurch bezahlt würden. Aber wissenSie denn auch, daß sie verfallen sind?

Adrast. Zch weiß, das du dich nicht darum zu beküm-mern hast.

Johann. Auch das verbeiße ich. Sie denken freylich:weit davon, ist gut für den Schuß; und Herr Araspe hat ebennicht nöthig, so sehr dahinter her zu seyn. Aber, was meynenSie, wenn ich den Herrn Araspe--

Adrast. Nun was?

Johann. Jetzt den Augenblick vom Postwagen hätte stei-gen sehen?

Adrast. Was sagst du? Zch erstaune--

Johann. Das that ich auch, als ich ihn sah.

Adrast. Du, Araspcn gesehen? Araspen hier?

Johann. Mein Herr, ich habe mich auf den Fuß gesetzt,daß ich Zhrc und meine Schuldner gleich auf den ersten Blickerkenne; ja ich rieche sie schon, wenn sie auch noch hundertSchritt von mir sind.

Adrast. (nachdem er nachgedacht) Zch bin verloren!

Johann. Das war ja mein erstes Wort.

Adrast. Was ist anzufangen?

Johann. Das beste wird seyn: wir packen auf, und zie-hen weiter.

Adrast. Das ist unmöglich.

Johann. Nun so machen Sie Sich gefaßt zu bezahlen.