Ver Freygeist.
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klarer Beweis, daß du Unrecht hast. — Höre mir Liscttc! wirhaben über unsre Anbeter gezankt. Ich will die Dinger im-mer noch so nennen, mag doch zuletzt daraus werden, wasda will.
Fusette. Das dachte ich. Ueber was könnten sich zweygute Schwestern auch sonst zanken? Es ist freylich verdrießlich,wenn man sein künftiges Haupt verachten hört.
-Henrictte- Schwude! Mädchen, du willst ganz auf diefalsche Seite. Keine hat des andern Anbeter verachtet, sondern
-unser Zank kam daher, weil eine des andern Anbeter--
schon wieder Anbeter! — — allzu sehr erhob.
Kusette. Eine neue Art Zanks! wahrhaftig, eine neue Art!
-Henriette. Kannst du es anders sagen, Juliane?
I»liane> O! verschone mich doch damit.
-Hcnriette. Hoffe auf kein Verschonen, wenn du nicht wi-derrufst. --Sage, Liscttc, hast du unsre Männcrchcn schon
einmal gcgcncinandcr gehalten? Was dünkt dich? Julianemacht ihren armen Thcophan herunter, als wenn er ein kleinesUngeheuer wäre.
Juliane- Unartige Schwester! Wann habe ich dieses ge-than? Mußt du aus einer flüchtigen Anmerkung, die du mirgar nicht hättest aufmutzen sollen, solche Folgen ziehen?
Henriette- Ich seh, man muß dich böse machen, wenn du
mit der Sprache heraus sollst.--Eine flüchtige Anmerkung
nennst dli es? Warum strittest du denn über ihre Gründlichkeit?
Juliane. Du hast doch närrische Ausdrücke! Ficngst dunicht dcn ganzen Handel selbst an? Ich glaubte, wie sehr ichdir schmeicheln würde, wenn ich deinen Adrast dcn wohlgcmach-tcstcn Mann ncnntc, dcn ich jemals gcschcn hätte. Du hättestmir für meine Gesinnungen danken, nicht aber widersprechen sollen.
-Henriette. Sich, wic wunderlich du bist! Was war meinWiderspruch andcrs, als ein Dank? Und wie konnte ich michnachdrücklicher bedanken, als wenn ich dcn unvcrdientcii Lob-spruch auf dcincn Thcophan zurück schob? —
/Usette. Sie hat Recht!
Juliane. Nein, sie hat nicht Recht. Denn eben diesesverdroß mich. Muß sie auf einen so kindischen Fuß mit mir
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