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Der Freygeist.
geben, er hat sie, als ein braver Kerl, dnrchgcbracht. Jetzt be-kömmt er ein reich Mädcl, lind, wenn er klug ist, so fängt eres wieder an, wo er es gelassen hat. Seit einiger Zeit ist ermir zwar ganz aus der Art geschlagen; und ich sehe wohl, auchdie Freygeistern) bleibt nicht klug, wenn sie auf die Frcihte geht.
Doch ich will ihn schon wieder in Gang bringen.--Und
höre, Martin, ich will auch dein Glück machen. Ich habe ei-nen Einfall; aber ich glaube nicht, daß ich ihn anders wohlvon mir geben kann, als — — bey einem Glase Wein. Duklimpcrtst vorhin mit deinen Trinkgeldern; und gewiß, du bistin Gefahr, keine mehr zu bekommen, wenn man nicht sieht,daß du sie dazu anwendest, wozu sie dir gegeben werden. ZumTrinken, guter Martin, znm Trinken: darum heißen es Trink-gelder. --
Martin. Still! Herr Johann, still! — Du bist mir sonoch Rcvanschc schuldig. Habe ich dich nicht jenen Abend nurnoch frey gehalten? — — Doch, laß einmal hören! was istdenn das für ein Glück, das ich von dir zu hoffen habe?
Johann. Höre, wenn mein Herr hcyrathct, so muß ernoch einen Bedienten annehmen. — — Eine Kanne Wein, sosollst du bey mir den Vorzug haben. Du versauerst doch nurbey deinem dummen Schwarzrockc. Du sollst bey Adrastcn mehrLohn und mehr Freyheit haben; und ich will dich noch obendrein zu einem starken Geiste machen, der es mit dem Teufelund seiner Großmutter aufnimmt, wenn nur erst einer wäre.
Martin. Was? wenn erst einer wäre? Ho! ho! Ist esnicht genug, daß du keinen Gott glaubst? willst du noch dazukeinen Teufel glauben? O! male ihn nicht an die Wand! Erläßt sich nicht so lange hcrumhudeln, wie der liebe Gott. Derliebe Gott ist gar zu gut, und lacht über einen solchen Narren,
wie du bist. Aber der Teufel--dem läuft gleich die Laus
über die Leber; und darnach sichts nicht gut aus. — Nein,bey dir ist kein Aushalten: ich will nur gehen.--
Johann, (hält ihn zurück.) Spitzbube! Spitzbube! denkst du,daß ich deine Streiche nicht merke? Du fürchtest dich mehr fürdie Kanne Wein, die du geben sollst, als für den Teufel.Halt!--Ich kann dich aber bey dem allen unmöglich in