Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
416
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41l!

Der Freygeist.

Johann. Ach! so ist es nicht Nacht? Hülfe! Martin,Hülfe!

Martin. Was denn für Hülfe? Was fehlt dir denn?

Johann. Ach! ich bin blind, ich bin blind! Es liegt mir

auf den Augen, auf den Augen.--Ach! ich zittere am

ganzen Leibe--

Martin. Blind bist du? Du wirst ja nicht?Warte, ich will dich in die Augen schlagen, daß das Feuer hcr-ausspringt, und du sollst bald sehen---

Johann. Ach! ich bin gestraft, ich bin gestraft. Und dukannst meiner noch spotten? Hülfe! Martin, Hülfe!(er fällt auf die Knie) Zch will mich gern bekehren! Ach! wasbin ich für ein Böscwicht gewesen!

Aisette. (welche ihn plötzlich gehen laßt, und indem sie hervorspringt,ihm eine Ohrfeige giebt) Du Schlingel!

Martin. Ha! ha! ha!

Johann. Ach! ich komme wieder zu mir. (indem er aufsteht)Sie Rabenaas, Lisette!

Aisette. Kann man euch Hundsvöttcr so ins Bockshornjagen? Ha! ha! ha?

Martin. Krank lache ich mich noch darüber. Ha! ha! ha!

Johann. Lacht nur! lacht nur!-- Zhr seyd wohl

albern, wenn ihr denkt, daß ich es nicht gemerkt habe. (beySeite) Das Blitzmädel, was sie mir für einen Schreck abgejagthat! Zch muß mich wieder erholen, (geht langsam ab.)

Martin. Gehst du? O! lacht ihn doch aus! Zc! lach Siedoch, Liscttchcn, lach Sie doch! Ha! ha! ha! Das hat Sievortrefflich gemacht; so schöne, so schone, ich möchte Sie gleichküssen.--

A.isette> O! geh, geh, dummer Martin!

Martin. Komm Sie, wirklich! ich will Sie zu Weineführen. Zch will Sie mit der Kanne Wein traktircn, um diemich der Schurke prellen wollte. Komm Sie!

Kisette. Das fehlte mir noch. Zch will nur gehen, undmeinen Mamsells den Spaß erzählen.

Martin. Za, und ich meinem Herrn. Der war abge-führt! der war abgeführt!