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Der Freygeist.
Siebender Auftritt.2ldrast.
(ficht ihm einige Angmblickc nach.) Was für ein Mann! Ichhabe tausend aus seinem Stande gefunden, die unter der Larvcder Heiligkeit betrogen, aber noch keinen, der es, wie dieser,
unter der Larvc der Großmuth gethan hätte.--Entweder
cr sucht mich zu beschämen, oder zu gewinnen. Keines vonbeiden soll ihm gelingen. Zch habe mich, zu gutem Glücke,auf einen hiesigen Wechsler besonnen, mit dem ich, bey bessernUmständen, ehemals Verkehr hatte. Er wird hoffentlich glau-ben, daß ich mich noch in eben denselben befinde, und wenndas ist, mir ohne Anstand die nöthige Summe vorschießen. Ichwill ihn aber deswegen nicht zum Bocke machen, über dessenHörner ich ans dem Brunnen springe. Ich habe noch liegendeGründe, die ich mit Vortheil verkaufen kann, wenn mir nurZeit gelassen wird. Zch muß ihn aufsuchen.--
Achter Auftritt.Henriette. Adrast.
-Henriette- Wo stecken Sie denn, Adrast? Man hat schonzwanzigmal nach Ihnen gefragt. O! schämen Sie Sich, daßich Sie zu einer Zeit suchen muß, da Sie mich suchen sollten.Sie spielen den Ehemann zu zeitig. Doch getrost! vielleichtspielen Sie dafür den Verliebten alsdann, wann ihn andrenicht mehr spielen.
Adrast. Erlauben Sie, Madcmoiscll; ich habe nur nochetwas Nöthiges außer dem Hause zu besorgen.
-Henriecce. Was können Sie jetzt Nöthigcrs zu thun ha-ben, als um mich zu seyn?
Adrast. Sie scherzen.
-Henriette. Zch scherze? — Das war ein allerliebstes Kom-pliment!
Adrast. Zch mache nie welche.
-Henriette. Was für ein mürrisches Gesicht!--Wissen
Sie, daß wir uns über diese mürrischen Gesichter zanken wer-den, noch ehe uns die Trauung die Erlaubniß dazu ertheilt?