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1 (1838)
Entstehung
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451
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Der Freygeist.

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Adrast. Zaz und weil ich Zhrcr Rechten nichts gebenmag, was ich ans Zhrcr Linken nehmen müßte.

kLheophan. (bcv Seite) Der Wechsler hat mir nicht reinenMund gehalten!

Adrast. Sie verstehen mich doch?

Thcophan. Ich kann es nicht mit Gewißheit sagen.

Adrast. Zch gebe mir alle Mühe, Ihnen auf keine Weiseverbunden zu seyn: muß es mich also nicht verdrießen, daß Siemich in den Verdacht bringen, als ob ich es gleichwohl zu seynUrsache hatte?

Theophan. Zch erstaune über Zhrc Gcschicklichkcit, allesauf der schlimmsten Seite zu betrachten.

Adrast. Und wie Sie gehört haben, so bin ich über dieZhrige erstaunt, diese schlimme Seite so vortrefflich zu verbergen.Noch weiß ich selbst nicht eigentlich, was ich davon denken soll.

Thcophan. Weil Sie das Natürlichste davon nicht den-ken wollen.

Adrast. Dieses Natürlichste, meynen Sie vielleicht, wäredas, wenn ich dächte, daß Sie diesen Schritt ans Großmuth,aus Vorsorge für meinen guten Namen gethan hätten? Allein,mit Erlaubniß, hier wäre es gleich das Unnatürlichste.

lLheophan. Sie haben doch wohl Recht. Denn wie wärees immer möglich, daß ein Mann von meinem Stande nurhalb so menschliche Gesinnungen haben könnte?

Adrast- Lassen Sie uns Zhrcn Stand einmal bey Seitesetzen.

Theophan- Sollten Sie das wohl können?Adrast. Gesetzt also, Sie wären keiner von den Leuten,die, den Charakter der Frömmigkeit zu behaupten, ihre Leiden-schaften so geheim als möglich halten müssen; die Anfangs ausWohlstand heucheln lernen, und endlich die Hcuchcley als einezweyte Natur beybehalten; die nach ihren Grundsätzen verbundensind, sich ehrlicher Leute, welche sie die Kinder der Welt nen-nen, zu entziehen, oder wenigstens aus keiner andern AbsichtUmgang mit ihnen zu Pflegen, als aus der niederträchtigen Ab-sicht, sie auf ihre Seite zu lenken; gesetzt, Sie wären keinervon diesen: sind Sie nicht wenigstens ein Mensch, der Belei-

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