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Der Freygeist.
digungen empfindet? Und auf einmal alles in allem zu sagen:— — Sind Sie nicht ein Liebhaber, welcher Eifersucht füh-len muß?
Theophan. Es ist mir angenehm, daß Sie endlich aufdiesen Punkt herauskommen.
Adrast. Vermuthen Sie aber nur nicht, daß ich mit dergeringsten Mäßigung davon sprechen werde.
Theophan. So will ich cs versuchen, desto mehrere dabeyzu brauchen.
Adrast. Sie lieben Julianen, und ich — ich — wassuche ich lange noch Worte?— Zch hasse Sie wegen dieser Liebe,ob ich gleich kein Recht auf den geliebten Gegenstand habe;und Sie, der Sie ein Recht darauf haben, sollten mich, derich Sie um dieses Recht beneide, nicht auch hassen?
Theophan. Gewiß, ich sollte nicht. — Aber lassen Sieuns doch das Recht untersuchen, daß Sie und ich auf Julia-nen haben.
Adrast. Wenn dieses Recht auf die Stärke unsrer Liebeankäme, so würde ich cs Ihnen vielleicht noch streitig machen.Es ist Ihr Glück, daß es auf die Einwilligung eines Vaters,und auf den Gehorsam einer Tochter ankömmt.--
Theophan. Hierauf will ich es durchaus nicht ankommenlassen. Die Liebe allein soll Richter seyn. Aber merken Siewohl, nicht bloß unsere, sondern vornehmlich di: Liebe derjeni-gen, in deren Besitz Sie mich glauben. Wenn Sie mich über-führen können, daß Sie von Julianen wieder gclicbct werden--
Adrast. So wollen Sie mir vielleicht Ihre Ansprüche ab-treten? --
Theophan- So muß ich.
Adrast. Wie höhnisch Sie mit mir umgehen!--Sie
sind Ihrer Sachen gewiß, und überzeugt, daß Sie bey dieserRodomontade nichts aufs Spiel setzen.
Theophan. Also können Sie mir cs nicht sagen, ob SieJuliane liebet?
Adrast. Wenn ich cs könntc, würde ich wohl unterlassen,Sie mit diesem Vorzuge zu peinigen?
Theophan. Stille! Sie machen Sich unmenschlicher, als