Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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462
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Vcr Freygeist.

L.isette. Das ist ja wohl gar cin Korb ? Es ist nicht er-laubt, daß auch Mannspersonen welche austheilen wollen. Hur-tig also, Zulianchcn, mit der Sprache heraus!

Theophan. Nur ein eitles Frauenzimmer könnte meineErklärung beleidigen; und ich weiß, daß Zulianc über solcheSchwachheiten so weit erhaben ist--

Juliane- Ach Thcophan! ich höre es schon: Sie haben zuscharfe Blicke in mein Herz gethan.--

Avrast- Sie sind nun frey, schönste Zulianc. Ich habeIhnen kein Bekenntniß weiter abzulegen, als das, welches ichIhnen bereits abgelegt habe. Was soll ich hoffen?

Juliane. Liebster Barer! Adrast! Thcophan!Schwester!--

Kriselte. Nun mcrkc ich allcs. Geschwind muß das dieGroßmama erfahren. (Lifttte läuft ab-)

Aisidor. (zu Zulianm) Siehst du, Mädchen, was du fürZeug angefangen hast?

Theohpan. Aber Sie, liebste Henricttc, was meynen Siehierzu? Ist Adrast nicht ein ungetreuer Liebhaber? Ach! wennSie Ihre Augen auf einen getreuern werfen wollten! Wir spra-chen vorhin von Rache, von einer unschuldigen Rache--

Henriette. Top! Thcophan: ich räche mich.

Aisidor. Fein bedächtig, Hcnrictte! Hast du schon die Krank-heit auf morgen vergessen?

Henriette- Gut! Ich lasse mich verleugnen, wenn sie kömmt.

Ä.islSor. Seyd ihr aber nicht wunderliches Volk! Ichwollte jedem zu seinem Rocke egales Futter gebe»; aber ich schcwohl, euer Geschmack ist bunt. Der Fromme sollte die Fromme,und der Lustige die Lustige haben: Nichts! der Fromme willdie Lustige, und der Lustige die Fromme.

Achter Austritt.Fr- Philane mit Lisetten, und die Vorigen-Fr. Philane. Kinder, was höre ich? Ist es möglich?Aisidor. Ja, Mama; ich glaube, Sie werden nicht da-wider seyn. Sie wollen nun einmal so

Fr. Philane. Ich sollte dawider seyn? Diese Vcrändrung