Der Schatz.
stcu. WaS ich gesagt habe, habe ich gesagt. Ich wollte ebenzum alten Philto gehen, der sonst mein guter Freund ist, lind ihmden Text wegen seines Betragens gegen den Lclio lese». Nun hater dem lüdcrlichcn Burschen auch so gar das Haus abgekauft, dasLetzte, was die Leutchen noch hatten. Das ist zu toll! das ist un-verantwortlich! --Geh Er, Leander; halte Er mich nicht lan-ger auf. Allenfalls können wir zu Hause mehr davon sprechen.
Leander. Zn der Hoffnung, daß Sie gütiger werden ge-sinnt seyn, will ich gehen. Sie kommen doch bald zurück?
Staleno. Bald.
Zweyter Auftritt.Staleno.
Es bringt freylich nichts ein, den Leuten die Wahrheit zusagen, und ihnen ihre schlechten Streiche vorzurücken; man machtsie sich meisten Theils dadurch zu Feinden. Aber mags! Ichwill den Mann nicht zum Freunde behalten, der so wenig Ge-wissen hat. — — Hätte ich mirs in Ewigkeit vorgestellt! DerPhilto, der Mann, auf den ich Schlösser gebaut hätte — —Ha! da kömmt er mir eben in den Wurf.--
Dritter Auftritt,philto. Staleno.
Scalcno. Guten Tag, Herr Philto.
Philto. Ey sich da! Herr Staleno! Wie gchts, mein al-ter, lieber, guter Freund? Wo wollten Sie hin?
Staleno. Ich war eben im Begriff, zu Ihnen zu gehen.
Philto. Zu mir? das ist ja vortrefflich. Kommen Sie, ichkehrc gleich wieder mit um.
Staleno. Es ist nicht nöthig, wenn ich Sie nur spreche;es ist mir gleich viel, ob es in Ihrem Hause, oder auf derGasse geschieht. Ich will so lieber unter freyem Himmel mitIhnen reden, um vor dem Anstecken sichrer zn seyn.
philro. Was wollen Sie mit Ihrem Anstecken? Bin ichseitdem von der Pest befallen worden, als ich Sie nicht gese-hen habe?
Staleno. Von noch etwas schlimmern, als von der Pest