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Der Schatz.
Philto. Nun so geben Sie mir doch einen guten Rath.Das Geld ist verborge»; wenn ich es hervor kriege, wo soll ichsage», daß ich es her bekommen habe? Soll ich die Wahrheitsagen: so wird Lclio Lunte riechen, und sich nicht ausreden las-sen, daß da, wo sechs tausend Thaler gelegen, nicht noch mehrliegen könnte. Soll ich sagen, daß ich das Geld von demMcinigcn gebe? Das will ich auch nicht gern. Die Leute wür-den doch nur einen neuen Anlaß, mich zu verleumden, darausnehmen. Philto, sprächen sie vielleicht, würde so freygebig nichtseyn, wenn ihm nicht sein Gewissen sagte, daß er die armenKinder um gar zu vieles betrogen habe.
Stalcno. Das ist alles wahr.
Philto. Und daher meyntc ich eben, daß es gut wäre,wenn es mit der Aussteuer so lange bleiben könnte, bis Anscl-mus wieder käme. Sie ist Leandern doch gewiß genug.
Slaleno. Leander, wie gesagt, würde sich nichts darausmachen. Aber, mein lieber Philto, ich, der ich sein Vormundbin, habe mich für die Übeln Nachreden eben so wohl in Achtzu nehmen, als Sie. Ja, ja! würde man murmeln: der reicheMündel ist in guten Händen! Jetzt wird ihm ein armes Mäd-chen angehangen, und das arme Mädchen, um dankbar zu seyn,wird auch schon wissen, wie es sich gegen den Bormnnd verhal-ten muß. Stalcno ist schlau; Rechnungen, wie er für Leandernzu führen hat, sind so leicht nicht abzulegen. Eine Vorsprcchcrinn,die ihrem Manne die Augen zuhält, wenn er nachsehen will,ist dabey nicht übel.--Für solche Glossen bedanke ich mich.
Philto. Sie haben Recht. — Aber wie ist die Sache nunanzufangen? Sinnen Sie doch ein Bißchen nach. —
Sraleno. Sinnen Sie nur auch nach. —
Philto. Wie wenn wir--
Sraleno. Nun?
Philto. Nein, das geht nicht an.Stalcno. Hören Sie nur: ich dächte — — Das ist auchnichts.
Philto. Könnte man nicht zugleich, nachdem sie cini.qc An.Stalcno. Man müßte — _ j gcnblicke nachgedacht,philto. Was meyntcn Sie?