Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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477
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Der Schatz.

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Staleno. Was wollten Sie sagen?philto. Reden Sie nurStaleno. Sagen Sie nurphilto. Ich will Zhrc Gedanken erst hören.Staleno. Und ich Zhrc. Meine sind so recht reif nochnicht.

Philto. Und meine meine sind wieder gar weg.Staleno. Schade! Aber Geduld! meine fangen eben anzu reifen. Nun sind sie reif!philto. Das ist gut!

Staleno. Wie wenn wir, für ein gutes Trinkgeld, einenKerl auf die Seite kriegten, der frech genug wäre, und Mund-werk genug hätte, zehn Lügen in Einem Athem zu sagen?

Philto. Was könnte uns der helfen?

Staleno. Er müßte sich verkleiden, und vorgeben, daß er,ich weiß nicht aus welchem, weit entlegenen Lande käme--

philto. Und--

Staleno. Und daß er den AnsclmuS gesprochen habe--

Philto. Und--

Staleno. Und daß ihm AnsclmuS Briefe mitgegeben habe,einen an seinen Sohn, und einen an Sie.philto. Und was denn nun?

Staleno. Sehen Sie denn noch nicht, wo ich hinaus will?Zn dem Briefe an seinen Sohn müßte stehen, daß Ansclmusso bald noch nicht zurückkommen könne, daß Lclio unterdessengute Wirthschaft treiben und das Seine fein zusammenhaltensolle, und mehr so dergleichen. Zn Zhrcm Briefe aber müßtestehen, daß Ansclmus das Alter seiner Tochter überlegt habe,daß cr sie gerne verhcyrathct wissen möchte, und daß er ihrhier so vicl und so viel zur Ausstattung schicke, im Fall sie einegute Gelegenheit finden solltc.

philto. Und der Kerl müßte thun, als ob er das Geldzur Ausstattung mitbrächte? nicht?

Staleno. Za freylich.

philto. Das geht wirklich an!--Aber wie denn, wenn

der Sohn die Hand des Vaters zu gut kennt? Wie, wenn crsich auf sein Siegel besinnt?