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-L.cllo. Schämend das wäre ja ganz etwas neues für dich.— — Ohne Umstände, Schurke, weise mir deine Hand - —
XNaskanll. Ich sage Ihnen ja, Herr Lclio, ich muß mich
schämen; denn wahrhastig--ich habe mich heute noch nicht
gewaschen.
Ä.elio. Da haben wirs! Drum ist es ja wohl kein Wun-der, daß alles an dem Schmutze kleben bleibt, (er macht ihm dieHand auf, und findet die Goldstücke zwischen dc» Fingern.) Siehst du,was die Reinlichkeit für eine nöthige Tugend ist? Man solltedich bey einem Haare für einen Spitzbuben halten, und du bistdoch mir ein Schwein. — — Aber im Ernst. Wenn du vonjeden fünfzig Thalern deine zehn Thaler Nabat genommen hast,
so sind von den drey tausend Thalern--laß sehen — —
nicht mehr, als sechs hundert in deinen Beutel gefallen.
XNaskarill. Blitz! man sollte es kaum glauben, daß einVerschwender so gut rechnen könnte!
Aelio. Und doch sehe ich noch nicht, wie die Summe her-aus kommen soll. — — Bedenke doch, drey tausend Thaler!
TNaskarill. Theilen sich bald ein.--Erstlich auf den
ausgeklagten Wechsel —
L.elio. Das macht es noch nicht.
Maskarill. Ihrer Jungfer Schwester zur Wirthschaft--
Ä.ello. Ist eine Kleinigkeit.
Maskarill. Dem Herrn Stilctti für Auster» und italieni-sche Weine--
^.clio. Waren hundert und zwanzig Thaler.--
XNaskarill. Abgetragene Ehrenschulden —
,L.ello, Die werden sich auch nicht viel höher belaufen haben.
XNaskarill. Noch eine Art von Ehrenschulden, die aber
nicht bey dem Spiele gemacht waren:---Zwar freylich auch
bey dem Spiele!--der guten, ehrlichen Frau Lelanc und
ihren gefälligen Nichten.
-L.elio. Fort über den Punkt! Für hundcrt Thaler kannman viel Bänder, viel Schuhblättcr, viel Spitzen kaufen.
Maskanll. Aber Ihr Schneider--
L.clio. Ist er davon bezahlt worden?
rNasr'arltt. Za so! der ist gar noch nicht bezahlt. Und ich —