Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
493
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Tcr Schatz.

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Maskarill. Sein väterliches Haus war ihm zu groß zu klein; zu leer zu enge.

Anselmo. Zu groß, zu klein; zu leer, zu enge. Washeißt denn das?

Maskarill. Ze nun? Sie werden es von ihm selbst besser

hören können, wie das alles ist.--So viel werden Sie

doch wohl erfahren haben, daß er ein großer Handelsmann ge-worden ist?

Anselmo. Mein Sohn ein großer Handelsmann?

Maskarill. Ein sehr großer! Er lebt, schon seit mehr alseinem Zahrc, von nichts als vom Verkaufen.

Anselmo. Was sagst du? So wird er vielleicht zur Nie-derlage für seine Waaren ein großes Haus gebraucht haben?

Maskarill. Ganz recht, ganz recht.

Anselmo. Das ist vortrefflich! Ich bringe auch Waarenmit; kostbare Indische Waaren.

Maökarill. Das wird an ein Verkaufen gehen!

Anselmo. Mache nur, Maskarill; und nimm den Kofferauf den Nuckel, und führe mich zu ihm.

Maskarill. Der Koffer, Herr Anselmo, ist wohl sehrschwer. Verziehen Sie nur einen Augenblick, ich will gleich ei-,ncn Träger schaffen.

Anselmo. Du kannst ihn selbst fortbringen; es sind nichtsals Skripturcn und Wäsche darinne.

Maskarill. Ich habe mir den Arm letzthin ausgefallen.

Anselmo. Den Arm? Du armer Teufel! So geh nurund bringe jemanden.

Maskarill. (bey Seite) Gut, daß ich so weg komme. HerrLelio! Herr Lelio! was werden Sie zu der Nachricht sagen?

(er geht und kömmt wieder zurück.)

Anselmo. Nun? bist du noch nicht sort?

Maskarill. Ich muß Sie wahrhaftig noch einmal ansehen,ob Sie es auch sind.

Anselmo. Ze! so zweifle, du verzweifelter Zweifler!

Maskarill. (im fortgehen) Ja, ja, er ists. Neun Zahrweg seyn, und eben jetzt wieder kommen!