Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
551
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Mimia von Barnhelui.

weiß, inciii Kind; den Ring! Erzähl Sic es doch HerrWcrncr». Da wird cr mich besser kennen lernen. Und damites nicht heraus kömmt, als ob Sic mir mir zu gefallen rede; sowill ich nicht einmal dabey sey». Ich will nicht dabey seyn;ich will gehn; aber Sic sollen mir cs wiedersagen, Herr Wcr-ncr, Sie sollen mir cs wiedersagen, ob Just nicht ein garstigerAerläumdcr ist.

Fmistcr Auftritt.Paul ferner. Franciska.

lverner. Fraucnzimmcrchcn, kcunt Sie denn meinen Major?

Franciska- Den Major von Tcllheim? Ja wohl kenn ichden braven Mann.

Vverner. Ist es nicht ein braver Mann? Zst Sie demManne wohl gut?

Franciska. Vom Grunde meines Herzens.

Merner. Wahrhaftig? Sicht Sic, Fraucnzimmcrchen; nunkömmt Sic mir noch cinmal so schön vor. Aber was sinddenn das für Dienste, die der Wirth unserm Major will er-wiesen haben?

Franciska. Zch wußte cbcn nicht; cs wäre denn, daß crsich das Gute zuschreiben wollte, welches glücklicher Weise ausseinem schurkischen Betragen entstanden.

N?erncr. So wäre es ja wahr, was mir Zust gesagt hat?

(gegen die Seile, wo der Wirth abgegangen) Dein Glück, daß dugegangen bist! Er hat ihm wirklich die Zimmer ausgeräumt?

So einem Manne, so einen Streich zu spielen, weil sichdas Esclsgchirn einbildet, daß der Mann kein Geld mehr habe?Der Major kein Geld?

Francisüa- So? hat der Major Geld?

Werner. Wie Heu! Er weiß nicht, wie viel er hat. Erweiß nicht, wer ihm schuldig ist. Zch bin ihm selber schuldig,und bringe ihm ein altes Rcstchcn. Sieht Sic, Fraucnzimmcr-chcn, hier in diesem Bcutclchcn (das cr aus der eine» Tasche zieht) sindhundert Louisdor; und in diesem Röllchen (das er aus der ander»zieht) hundert Dukaten. Alles sein Gcld!