Miß ^ara Sampson.
als Marwood vorzukommen gesucht haben; und das schlimmste,was bey ihrem unbekannten Besuche zu besorgen steht, ist nichtsschlimm crS.
Norton. Danken Sie dem Himmel, daß es so ruhig ab-gelaufen.
Mellefont. Es ist noch nicht ganz vorbey, Norton. Esstieß ihr eine kleine Unbäßlichkcit zu, daß sie sich, ohne Abschiedzu nehmen, wcgbcgcbcn mußte. Sie will wiederkommen. —Mag sie doch! Die Wespe, die den Stachel verloren hat,(indem er auf den Dolch weiset, den er wieder in den Busen steckt,) kanndoch weiter nichts, als summen. Aber auch das Summen sollihr theuer werden, wenn sie zu übcrlästig damit wird. — Hör'ich nicht jemand kommen? Verlaß mich, wenn Sie es ist. —Sie ist es. Geh! (Norton geht ab.)
Vierter Austritt.Mellefont- Marwood.Marwood. Sie sehen mich ohne Zweifel sehr ungern wie-derkommen.
Mcllefont- Ich sehe es sehr gern, Marwood, daß IhreUnbäßlichkcit ohne Folgen gewesen ist. Sie befinden sich dochbesser?
Marwood. So, so:
Mcllefont. Sie haben also nicht wohl gethan, sich wiederhierher zu bemühen.
Marwood. Zch danke Ihnen, Mcllefont, wenn Sie die-ses aus Vorsorge für mich sagen. Und ich nehme es Ihnennicht übel, wenn Sie etwas anders damit meynen.
Mcllefont. Es ist mir angenehm, Sie so ruhig zu sehen.
Marwood. Der Sturm ist vorüber. Vergessen Sie ihn,bitte ich nochmals.
MeUefont- Vergessen Sie nur Ihr Versprechen nicht, Mar-wood, und ich will gern alles vergessen. — Aber, wenn ichwüßte, daß Sie es für keine Beleidigung annehmen wollten,so möchte ich wohl fragen--
Marwood. Fragen Sie nur, Mcllesont. Sie können michnicht mehr beleidigen. — Was wollten Sie fragen?