Miß Sara Sampsou.
dieser kleine Betrug einmal angenehm gewesen seyn. Kurz, alleSchuld ist mein. — Ze nun, ich bin erschrocken; weiter binich ja nichts! Die kleine Ohnmacht wollte nicht viel sagen. Duweißt wohl, Bctty, ich bin dazu geneigt.
Vetty. Aber in so tiefer hatte ich Miß noch nie gesehen.
Sara. Sage es mir nur nicht. Zch werde dir gutherzigemMädchen freylich zu schaffen gemacht haben.
Betty. Marwood selbst schien durch die Gefahr, in derSie sich befanden, gcruhrct zu seyn. So stark ich ihr auchanlag, daß sie sich nur fortbegeben möchte, so wollte sie dochdas Zimmer nicht eher verlassen, als bis Sie die Augen einwenig wieder aufschlugen, und ich Zhnen die Arzeney ein-flößen konnte.
Sara. Zch muß es wohl gar für ein Glück halten, daßich in Ohnmacht gefallen bin- Denn wer weiß, was ich nochvon ihr hätte hören müssen. Umsonst mochte sie mir gewißnicht in mein Zimmer gefolgt seyn. Du glaubst nicht, wieaußer mir ich war. Auf einmal fiel mir der schreckliche Traumvon voriger Nacht ein, und ich flöhe als eine Unsinnige, dienicht weiß warum und wohin sie flicht. — Aber Mcllcfontkömmt noch nicht. — Ach! —
Detty. Was für ein Ach, Miß? Was für Zuckungen? —
Sara. Gott ! was für eine Empfindung war dieses--
Detly. Was stößt Ihnen wieder zu?
Sara. Nichts, Bctty. — Ein Stich! nicht Ein Stich,tausend fcurigc Stiche in einem! — Sey nur ruhig; es ist vorbey.
Zweyter Auftritt.
Norton. Sara. Dettv.Norton. Mcllcfont wird dcn Augenblick hier seyn.Sara. Nun das ist gut, Norton. Aber wo hast du ihnnoch gefunden?
Norron. Ein Unbekannter hat ihn bis vor das Thor mitsich gelockt, wo ein Herr auf ihn warte, der in Sachen vonder größten Wichtigkeit mit ihm sprechen müsse. Nach langemHerumführen hat sich der Betricgcr ihm von der Seite gcschli-
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